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Der Italiener Clemente Russo (l.) wurde 2007 in Chicago Amateurweltmeister im Schwergewicht © getty

Der russische Schwergewichtsboxer revanchiert sich gegen den Italiener Clemente Russo für seine Niederlage im WM-Finale.

Peking - Der russische WM-Zweite Rachin Tschachkiew hat Italiens erstes olympisches Box-Gold seit 20 Jahren verhindert.

Tschachkiew besiegte im Finale des Schwergewichts (bis 91 kg) Weltmeister Clemente Russo nach vier Runden mit 4:2 und revanchierte sich damit für seine Niederlage im WM-Endkampf.

Super-Schwergewichts-Weltmeister Roberto Cammarelle will nun im Finale am Sonntag den Goldtraum der Italiener erfüllen. Er trifft auf den Chinesen Zhang Zhilei.

Zweiter Olympiasieg für Thailand

Somjit Jongjohor hat Thailand unterdessen die zweite Goldmedaille der Olympischen Spiele beschert. Jongjohor besiegte den Kubaner Andris Laffita Hernandez im Fliegengewicht (bis 51 kg) mit 8:2.

Wasyl Lomatschenko triumphierte im Federgewicht (bis 57 kg) gegen Khedafi Djelkhir (Frankreich) durch technischen K.o. nach 1:51 Minuten in der ersten Runde.

Wilhelm Gratschow war in der ersten Runde ausgeschieden.

Erstes Gold für Dominikanische Republik

Das erste Olympiagold für die Dominikanische Republik in Peking holte Felix Diaz im Finale des Halbweltergewichts (bis 64 kg) durch ein 12:4 gegen Manus Boonjumnong (Thailand).

Der Brite James Degale setzte sich gegen den Kubaner Emilio Correa Bayeaux im Mittelgewicht (bis 75 kg) mit 16:14 durch.

Der Berliner Konstantin Buga war in der ersten Runde ausgeschieden.

Wertungssystem "unter Beobachtung"

Vor den sechs Finals am Sonntag sorgten die zum Teil umstrittenen Urteile in Peking weiter für Ärger. "Der einzige Weg zum Sieg wäre gewesen, die Punktrichter K.o. zu schlagen", sagte Paddy Barnes. Der Ire hatte im Halbfinale des Halbfliegengewichts gegen den Chinesen Zou Shiming 0:15 verloren.

Der Box-Weltverband AIBA wehrt sich gegen die erhobenen Vorwürfe. Der technische Delegierte des Verbandes, Terry Smith, betonte, dass es keine Absprachen gebe.

Smith räumte aber ein, dass das Wertungssystem "unter Beobachtung" stehe. Derzeit müssen drei der fünf Punktrichter gleichzeitig eine Taste drücken, damit ein Treffer gewertet wird.

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