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Der Marathon ist mit 42,195 Kilometer die längste olympische Laufdisziplin © getty

Der älteste Athlet der Olympischen Spiele läuft Marathon. Sprint-Star Usain Bolt spendet für einen guten Zweck. Die Splitter:

Peking - Der israelische Marathonläufer Ayele Setegne ist offiziell zum ältesten Leichtathleten geworden, der in der Geschichte der Olympischen Spiele teilgenommen hat.

Der laut Pass am Tag des Marathons in Peking 53 Jahre und 128 Tage alte gebürtige Äthiopier, der 1991 nach Israel ausgewandert ist, wurde nach Platz 20 in Athen dieses Mal 69. und damit Vorletzter (2:30:07).

Bisher war der Kanadier Percival Wyer, der 1936 den olympischen Marathon bestritt, mit 52 Jahren und 199 Tagen ältester Leichtathlet.

Allerdings ist Setegne in Wahrheit sieben Jahre jünger, was der als Hayale Satain 1962 geborene Läufer immer wieder betont: "Als ich 1991 nach Israel gekommen bin, hat man im Innenministerium einen Fehler begangen und mich sieben Jahre älter gemacht."

Hintergrund ist der äthiopische Kalender, der dem gregorianischen um knapp sieben Jahre hinterherhinkt.

Die Splitter aus Peking:

Bolt spendet

Der dreifache Sprint-Olympiasieger Usain Bolt hat 50.000 US-Dollar für die Erdbeben-Opfer in der chinesischen Sichuan-Provinz gespendet.

Den Scheck übergab der Jamaikaner an das Rote Kreuz, berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Bolt, der in Peking jeweils mit Weltrekord Gold über 100, 200 und 4x100 m gewann und neben dem achtfachen Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps größter Star der Spiele war, posierte am Samstag mit jugendlichen Opfern der Erdbeben-Katastrophe vom 12. Mai.

Dabei waren rund 70.000 Menschen ums Leben gekommen, weitere 18.000 werden noch vermisst. Mindestens 1 Million Menschen verloren ihr Hab und Gut.

Protest abgewiesen

Den Einspruch des schwedischen Ringers Ara Abrahamian gegen den Verlust seiner Bronzemedaille in der Klasse bis 84 kg hat der Internationale Sportgerichtshof CAS abgelehnt.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte den Schweden disqualifiziert und zudem von den Spielen ausgeschlossen, weil er bei der Siegerehrung aus Protest gegen eine Wertung in seinem verlorenen Halbfinale seine Bronzemedaille auf die Matte geworfen hatte.

Der CAS sah auch keinen Handlungsspielraum für den Antrag Abrahamians, eine Änderung des Ergebnisses seines Halbfinalkampfes bei den Sommerspielen herbeizuführen. Der Schwede hatte außerdem die Bestrafung der Kampfrichter beantragt.

"Diese Medaille bedeutet mir nichts, ich wollte hier Gold holen", hatte Abrahamian geschimpft, der in der Vorschlussrunde gegen den späteren Olympiasieger Andrea Minguzzi aus Italien umstritten verloren hatte.

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