Die Superstars der USA haben zurück zu alter Stärke gefunden. Nach längerer Durststrecke konnte das "Redeem Team" endlich mal wieder bei einem großen Turnier überzeugen.

Die Basketballer der USA haben olympisches Gold gewonnen.

Nach den Sommerspielen von Athen 2004 - als dies erstmals seit 1972 nicht der Fall war - und den vergangenen beiden verpatzten Weltmeisterschaften ist dies wieder eine Nachricht.

Und es ist eine gute Nachricht für den Basketball, bei allen Sympathien für die kleineren Nationen.

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Die USA haben dieses Turnier gewonnen, da sie durch die richtige Herangehensweise ihre nach wie vor überlegenen Fähigkeiten wieder ausspielen konnten.

Sie haben sich besser als in der Vergangenheit auf die Gegner und die von der NBA unterschiedlichen Regeln vorbereitet, sind dem Vernehmen nach nicht wie Diven aufgetreten und setzten auf bedingungslosen Einsatz in der Abwehr, der in etlichen Ballgewinnen und spektakulären Fast-Breaks mündeten.

Zwei Siege gegen den Weltmeister Spanien (davon einer deutlich) und auch der ungefährdete Semifinal-Erfolg gegen den Athen-Sieger Argentinien (dessen bester Spieler Manu Ginobili sich allerdings in der ersten Hälfte verletzte) waren die Folge.

Nicht zu vergessen ist aber, dass das "Redeem Team", welches das Basketball-Mutterland für die vorigen Debakel nun rehabilitiert hat, in einer Besetzung antrat, die in ihrer Güte an das originale "Dream Team" heranreicht.

Mit Kobe Bryant und LeBron James waren die beiden wohl besten Basketballer dabei - auch die anderen All-Stars zeigten sich auf der Höhe ihres Könnens und als funktionierende Zweckgemeinschaft. Aus dem Kreis der Elite hatten nur Tim Duncan und Kevin Garnett verzichtet.

Dies alles tat den Amerikanern und dem Wettbewerb gut. Die USA haben das wichtigste Turnier als solches angenommen und sich sportlich herausgefordert gefühlt - das hatten sie seit Zulassung der NBA-Superstars 1992 nicht getan.

Daher ist das Turnier eine bedeutendere Marke als die ersten olympischen Niederlagen eines NBA-Ensembles 2004.

Es bleibt zu hoffen, dass die Sieger neben dem Gold die Erkenntnis mitnehmen, dass sie nur mit dieser Herangehensweise die Besten sind.

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