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Die US-Boys James und Redd jubeln, Spaniens Gasol muss sich mit Platz zwei begnügen © getty

In einem packenden Finale schnupperten die Spanier am Erfolg - letztlich behielt der Favorit aus den USA jedoch die Überhand und krönte seine eindrucksvolle Vorstellung mit der Goldmedaille.

Peking - Die Basketballer der USA haben ihr angekratztes Image mit dem Gewinn der insgesamt 13. Goldmedaille bei Olympischen Spielen aufpoliert.

Nach acht Jahren ohne Titel feierten die Stars aus der NBA mit einem 118:107 (69:61)-Sieg über Weltmeister Spanien im Endspiel des Turniers in Peking ihr eindrucksvolles Comeback. Den Spaniern blieb bei der zweiten Finalteilnahme wie bereits 1984 in Los Angeles gegen die USA erneut nur Silber.

Bronze an Argentinien

In der Begegnung zuvor hatte sich Argentinien, Olympiasieger 2004 in Athen, mit einem 87:75 (46:34) im Spiel um Platz drei gegen den EM-Dritten Litauen die Bronzemedaille gesichert.

Mit mehr Konzentration und Organisation als beim 82:119 in der Vorrunde wollten die Spanier diesmal die kleine Chance gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner nutzen.

Sieben Minuten auf Goldkurs

Vor 18.000 Zuschauer in der Olymia-Halle, darunter zahlreiche Prominenz aus Politik und Sport, hielt die Führung der Iberer bis zur 7. Minute, bevor die Amerikaner bis zum Ende des ersten Viertels auf 38:31 davonzogen.

In einer in der Defensive hart umkämpften Partie, in der die Schiedsrichter einige umstrittene Entscheidungen fällten und damit kurz für etwas Aufregung sorgten, gelang es den Profis aus der nordamerikanischen Profiliga zunächst nicht, den Vorsprung auf mehr als acht Zähler auszubauen.

Aggressive Weltmeister-Verteidigung

Das lag auch daran, dass die Spanier mit ihrer aggressiven Verteidigung beim Gegner zahlreiche Fehler provozierten. Nach dem Wechsel verkürzten die Iberer sogar auf 73:77 (24.) und brachten die USA in arge Verlegenheit.

Nichts war über längere Phasen von der Souveränität und jenem Glanz zu sehen, mit dem das Team um Superstar Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers in den sieben Turnierspielen zuvor die Gegner beherrscht hatte.

Vorentscheidung kurz vor Schluss

Die Entscheidung in einer unterhaltsamen und kampfbetonten Partie fiel im letzten Viertel. Nur noch drei Punkte (91:89) betrug der Vorsprung der USA in der 32. Minute. Als dann aber Chris Paul von den New Orleans Hornets zwei Freiwürfe verwandelte, war die Vorentscheidung gefallen.

Beste Werfer der USA waren Dwyane Wade von den Miami Heat mit 27 Punkten vor Kobe Bryant (20) und LeBron James (14/Cleveland Cavaliers). Die Spanier hatten in Rudy Fernandez (22) und NBA-Profi Pau Gasol (21/Los Angeles Lakers) ihre besten Schützen.

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