Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will den Doping-Freispruch des Internationalen Sportgerichtshofes CAS für die Medaillengewinner Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon wieder kippen.

Der CAS hatte am Donnerstag in Lausanne festgestelt, es sei 2008 bei Olympia in Peking beim positiven Test der beiden weißrussischen Hammerwerfer auf das Sexualhormon Testosteron zu einer Laborpanne gekommen. Deshalb dürften beide die Medaillen behalten.

"Wir werden jetzt die nötigen technischen Überprüfungen durchführen, um eine weitere Untersuchung in einem akkreditierten Labor zu veranlassen. Und es besteht über das Verfahren Gesprächsbedarf mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach, als Chef der Disziplinarkommission bei den Spielen in Peking für die Disqualifikation der Athleten zuständig.

Dort hatte nichts auf Verfahrensfehler bei der Analyse der Proben hingedeutet.

Offenbar gab es diese jedoch. Laut CAS war das Pekinger Labor im Nachhinein nicht in der Lage, eine plausible Erklärung für die Unterbrechung des automatischen Testprogramms IRMS (Isotopen Ratio Massen-Spektrometrie) zu geben.

Letztlich wurden deshalb A- und B-Probe auf unterschiedliche Weise untersucht. Darin stellte der CAS einen klaren Verstoß gegen die internationalen Standards für die Laboratorien fest und sah Grund genug, die Disqualifikation zu revidierenn.

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