Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), erwartet in London den "härtesten Wettbewerb der olympischen Geschichte" und ein starkes deutsches Team.

"Was die Leistungsfähigkeit dieser Mannschaft betrifft, bin ich sehr zuversichtlich", sagte der 58-Jährige im Interview mit der "Welt":

"Wir sind breit aufgestellt in Deutschland, vielleicht sogar am breitesten von allen Nationen, und können fast überall olympisches Niveau bieten."

Den fünften Rang im Medaillenspiegel bei den Spielen in Peking 2008 wolle er nicht als Ziel ausgeben, dennoch: "Der Maßstab ist Peking."

In den vergangenen vier Jahren habe es zudem in vielen Sportarten und Disziplinen starke Verbesserungen gegeben. In Peking hatten die deutschen Athleten 16 Gold-, 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen gewonnen.

Der Konkurrenzdruck bei den Spielen in London (27. Juli bis 12. August) sei allerdings groß wie nie.

"Die starken Nationen haben mehr Geld und Know-How in den Leistungssport investiert als jemals zuvor", sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

In China, den USA, Russland, aber auch in Japan und Südkorea seien aus deutscher Sicht "unvorstellbar hohe Summen" geflossen.

Zudem hätten "immer mehr Nationen bei den Spielen Chancen, Medaillen zu gewinnen."

Doping bleibe derweil ein hartnäckiges Problem - in London und auch darüber hinaus.

IOC und DOSB müssten alles dafür unternehmen, "dass ein abschreckendes Antidopingsystem etabliert wird. Der Kampf gegen Doping hält stets neue Herausforderungen bereit. Doch zu Ende sein wird er nie", sagte Bach.

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