Chinas staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua" hat empört auf US-Politiker reagiert, die sich extrem kritisch zur Herstellung der amerikanischen Olympia-Kleidung in China geäußert hatten.

"Wenn es etwas zu verbannen gibt, dann sollte es eher die Heuchelei der US-Politik sein", deren Verhalten sei "ansatzweise nationalistisch und ignorant", ließ "Xinhua" in einem Kommentar verlauten.

Unter anderem hatte Harry Reid, Vorsitzender der Demokraten im US-Senat, vor wenigen Tagen aufbrausend moniert, dass der US-Textilindustrie durch die Auslagerung der Produktion dringend benötigte Aufträge vorenthalten würden: "Ich bin wirklich wütend. Das Olympische Komitee sollte sich schämen. Ich denke, man sollte alle Uniformen auf einen Haufen werfen und sie verbrennen."

Das Olympische Komitee der USA (USOC) hatte am Sonntag erklärt, dass es zu spät sei, die vom Modelabel Polo Ralph Lauren produzierten Outfits auszutauschen. "Da bereits einige Athleten in London sind und die Einkleidung am Wochenende begonnen hat, können wir für London leider nichts mehr ändern", sagte USOC-Geschäftsführer Scott Blackmun.

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