Um die Sicherheit während der Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August) zu gewährleisten, muss die britische Regierung nach erheblichen Planungsfehlern der verantwortlichen Sicherheitssfirma weitere 2000 Soldaten abstellen.
Das gab Sportminister Hugh Robertson am Mittwoch bekannt. Die Kosten werde allerdings das private Unternehmen G4S tragen.
"Es steht außer Frage, dass wir die Steuerzahler mit keinem weiteren Penny für die Sicherheitsausgaben belasten", sagte Robertson: "Wir arbeiten nun daran, die Strafklauseln in den Verträgen geltend zu machen."
Damit reagierte die Regierung auf das Eingeständnis des G4S-Vorstandsvorsitzenden Nick Buckles, auch für die Abstellung der bereits reduzierten Zahl von 7000 Mitarbeitern nicht garantieren zu können. Robertson verzichtete allerdings darauf, Buckles' Rücktritt zu fordern.
"Entscheidend ist jetzt, dass er und seine Organisation ihre Aufgaben während der Spiele erledigen", sagte Robertson: "Wie es für Nick Buckles nach den Spielen weitergeht, müssen andere entscheiden."
G4S hatte die ursprünglich geplanten 10.400 Mitarbeiter für die Spiele nicht rekrutieren können und dies erst Anfang Juli kommuniziert. In einer ersten Reaktion half das britische Militär bereits mit zusätzlichen 3500 Soldaten aus.
G4S beansprucht trotz des akuten Personalmangels ihre Prämie in Höhe von 72 Millionen Euro. Einen Rücktritt wegen dieses Fiaskos lehnte Buckles bislang ab.

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