Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft geht die Olympischen Spiele in London mit viel Selbstvertrauen an und will nicht schon nach der Vorrunde die Heimreise antreten.
"Ich bin der Überzeugung, dass wir das Potenzial haben, jeden Gegner schlagen zu können", sagte Bundestrainer Vital Heynen:
"Natürlich können wir auch jedes Spiel verlieren, aber von so einem Szenario geht niemand aus. Wir fühlen uns trotz der großen Belastungen der letzten Wochen sehr gut."
Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) absolvierte in den letzten Tagen in der Nähe von Berlin den letzten großen Trainingskomplex. Bei der Olympia-Generalprobe im polnischen Zielona Gora stehen ab Freitag Testspiele gegen Argentinien, Polen und den Iran an. Am Dienstag fliegt das Team nach London.
"Dort stehen noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm, wir wollen viel mit dem Ball machen", sagte Heynen.
Im ersten Spiel der Vorrundengruppe B geht es am Sonntag (11.30 Uhr) in London gegen Russland. Die weiteren Gegner in der Halle des Earls Court im Herzen der britischen Metropole sind Brasilien, die USA, Serbien und Tunesien. Vier der sechs Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale.
Die Schmetterkünstler um Kapitän Björn Andrae sind neben den beiden Hockeyteams die einzige deutsche Mannschaft bei den Sommerspielen. "Man merkt schon, dass die Erwartungen groß sind, doch davon lassen wir uns nicht beirren. Wir wollen unser bestes Volleyball spielen", sagte Heynen.
Der 43 Jahre alte Belgier hat die DVV-Auswahl in diesem Sommer zum ersten Mal in die Endrunde der Weltliga geführt und sein erstes Jahr als Chefcoach mit der Qualifikation für Olympia gekrönt.
"Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, mit diesem Erfolg habe ich nicht gerechnet", sagte Heynen: "Ich freue mich aber sehr, dass wir so schnell viel erreicht haben."

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