Leistungssport-Vizepräsidentin Christa Thiel hat kein Verständnis für die Verbal-Attacke von Degenfechterin Imke Duplitzer gegen die Funktionäre des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

"Ich halte die Kritik für verfehlt und deplatziert. Vielleicht will sie ein bisschen Aufmerksamkeit", sagte Thiel am Montag in Frankfurt beim Abflug der deutschen Hockey-Männer nach London.

Nach Meinung von Thiel wendet sich Duplitzer an die falschen Adressaten.

"Es ist nicht am DOSB, die einzelnen Athleten zu trainieren. Er ist der Dachverband, der die Verbände vertritt. Erst dann, wenn der jeweilige Fachverband die Hausaufgaben gemacht hat, kommt der DOSB ins Spiel", erklärte die Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

Sie fügte an: "Man muss die Strukturen des deutschen Sports im Blick haben, die so schlecht nicht sind."

Am Sonntag hatte die zweimalige Europameisterin im Interview mit der "Bild"-Zeitung zum großen Rundumschlag ausgeholt und Bach und Vesper verbal attackiert ("Die raffen das gar nicht mehr").

"Die Funktionäre wissen gar nicht mehr, was in der Sporthalle los ist. Liegt auch daran, dass sie in ihrem Pixiewolkenkuckucksheim leben", hatte die Mannschafts-Silbermedaillengewinnerin von Athen 2004 kritisiert.

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