Vier Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ist es in London erstmals zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen.

Am Montag waren drei Schienenverbindungen aus der Innenstadt zum Olympiapark im Stadtteil Stratford von zum Teil massiven Störungen betroffen.

Die Central Line der U-Bahn musste vorübergehend gestoppt werden, nachdem eine Person auf die Gleise geraten war. Darüber hinaus kündigte die Gewerkschaft RMT an, während der Spiele durch Streiks das Transportsystem vorübergehend lahm zu legen.

Der Montagvormittag bestätigte zunächst die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich massiver Verkehrsprobleme während der Spiele, die am kommenden Freitag eröffnet werden.

Lautsprecherdurchsagen wiesen auf den Stopp bei der Central Line hin, die Jubilee Line kam nur im Schneckentempo voran. Außerdem wurden auf der überirdischen Overground "schwerwiegendere Verspätungen" wegen Signalstörungen gemeldet.

Die Probleme der Jubilee Line wurden durch Pannen an den Türen zu den Bahnsteigen in der Station North Greenwich verursacht.

Die Probleme drohen in den nächsten Tagen noch zuzunehmen. Ab Mittwoch wird es voraussichtlich im Straßenverkehr zu erheblichen Verzögerungen kommen, dann werden die olympischen Fahrbahnen eröffnet, die nicht für den normalen Verkehr freigegeben sind.

Die Gewerkschaft RMT kündigte darüber hinaus an, wegen nicht geklärter Sonderzahlungen ihre Mitglieder zu Streikaktionen aufzufordern. Von den möglichen Arbeitskämpfern sind neben Zugführern auch einige Mitarbeiter von "Transport for London", der Verkehrs-Dachorganisation, betroffen.

Für Montagnachmittag war schon eine Demonstration von Taxifahrern rund um den Tower und die Tower Bridge angekündigt.

Die Olympia-Organisatoren warnten vor "schwerwiegenden Staus und erheblichen Verspätungen" von Olympia-Bussen - und empfahlen ein Umsteigen auf "alternative Transportmethoden".

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