Der britische Judoka Ashley McKenzie hat seine Kampfsport-Karriere einem handfesten Streit um eine Pokemon-Karte zu verdanken. Das erzählte der 23-Jährige, der bei den Olympischen Spielen am Samstag zu den Medaillenkandidaten in der Klasse bis 60 kg gehört, Reportern im Trainingscamp im Osten Londons.
Dem damals 11 Jahre alten und frisch von der Schule geflogenen McKenzie wollte demnach ein Altersgenosse eine Karte des Pokemons "Glurak" entwenden. "Das war meine beste Karte, mein Leben damals. Ich wollte den Kerl am T-Shirt packen und das nächste, was ich weiß, war, dass ich über seine Schulter geflogen bin", sagte McKenzie, "ich habe es wieder probiert und bin erneut geflogen. Wieder und wieder. Ich dachte, das kann doch nicht sein!"
Daheim machte sich McKenzie im Internet schlau und erkannte, dass er durch Judo-Würfe aufs Kreuz gelegt worden war. Das wissbegierige "Opfer" lief zum nächsten Judo-Verein, um mehr zu erfahren, und traf dort seinen Bezwinger. "Wir haben gesprochen, wurden Freunde, ich habe mit Judo angefangen - und meine Karte zurückbekommen", erzählte McKenzie, der 2010 U-23-Europameister wurde.

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