Ein Elfjähriger hat kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in London am Freitag eine neue Debatte über die Sicherheit an den Flughäfen ausgelöst.

Liam Corcoran marschierte in Manchester, wo während der Sommerspiele Fußball-Begegnungen ausgetragen werden, am Mittwoch vollkommen unbehelligt durch die Sicherheitskontrolle und setzte sich in einen Flieger der Gesellschaft Jet2.com nach Rom - ohne Boarding Pass, ohne Ausweis.

Der Junge hatte sich anscheinend im richtigen Moment an eine Familie gehängt, die gerade die Kontrolle passierte.

Transportministerin Justine Greening reagierte entsetzt und leitete umgehend eine Untersuchung ein, die Flughafenleitung muss sich erklären. "Das ist eine ungewöhnliche und schlimme Panne, wir müssen herausfinden, was dort geschehen ist", sagte Greening der "BBC" und kündigte eine umfassende Überprüfung an. Einige Mitarbeiter des Flughafens wurden suspendiert.

Passagiere hatten nach der Hälfte des Fluges bemerkt, dass der Junge augenscheinlich alleine unterwegs war. Sie alamierten das Kabinenpersonal, das Liam Corcoran in seine Obhut nahm. Der Junge blieb an Bord und flog gleich mit zurück nach Manchester, wo seine aufgelöste Mutter wartete.

Zwei Tage vor der Eröffnungsfeier kam die Panne ziemlich ungelegen. Mit riesigem Aufwand sollen 18.200 Soldaten, Polizisten und Mitarbeiter privater Dienste rund um die Spiele die Sicherheit der erwarteten zwei Millionen Gäste garantieren.

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