Der südafrikanische Vielseitigkeitsreiter Alexander Peternell hat seinen Olympia-Start erzwungen. Das Ad-hoc-Gericht des Internationalen Sportgerichtshofes CAS kam am späten Mittwochabend in London zu dem Urteil, dass sich der 30-Jährige rechtmäßig für Olympia qualifiziert hat.

Südafrika hatte dagegen auf eine Nominierung von Peternell verzichtet und stattdessen Paul Hart das Olympia-Ticket gegeben.

Begründet wurde die Entscheidung gegen Peternell damit, dass dieser seit 2001 ununterbrochen in Großbritannien lebe und damit kaum noch einen Bezug zu seinem Heimatland habe.

"Das zwingt unsere Landsleute dazu, einen Athleten zu unterstützen, den sie nicht genügend kennen", erklärte NOK-Exekutivchef Tubby Reddy. In der Weltrangliste vom März belegt Peternell Platz 164, Hart dagegen nur Position 442. Die Vielseitigkeit beginnt bereits am Samstag mit der Dressur im Greenwich Park.

Seit Olympia 1996 in Atlanta gibt es das Ad-hoc-Gericht. Die Richter Juan Torruella (Costa Rica) und Gunnar Werner (Schweden) sitzen der Londoner Zweigstelle des eigentlich im Schweizer Lausanne beheimateten Gerichts vor.

Zu den zwölf weiteren Schiedsrichtern gehört auch der ehemalige deutsche Basketball-Nationalspieler und Rechtsanwalt Martin Schimke. Der CAS tagt während der Spiele im Grosvenor House Hotel in der Park Lane.

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