Deutschlands Top-Sprinter Andre Greipel hat seine Kritik an der Aufstellung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) im Olympischen Straßenrennen relativiert.

"Das Team ist so gut es geht zusammengestellt worden. Es sind nur fünf Plätze, das ist einfach schwierig. Zudem musste die Nominierung früh gemacht werden", sagte der gebürtige Rostocker.

Zuvor hatte die "Bild" den 30-Jährigen mit Äußerungen zitiert, wonach es "zweifelhaft" sei, ob sich Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin vier Tage vor seinem Rennen komplett verausgaben werde.

"Mit dieser Aufstellung verschenken wir gute Goldchancen", soll Greipel demnach gesagt haben. Martins großes Ziel ist am 1. August das Rennen gegen die Uhr, in dem er um die Medaillen kämpfen wird.

"Dass Tony am Samstag vielleicht nicht bis zum Ende fährt, ist doch verständlich", stellte Greipel, der das BDR-Quintett als Kapitän anführt, jetzt klar.

Zudem schreiben die Regularien zwingend vor, dass beide Zeitfahrer, neben Martin Routinier Bert Grabsch, auch im Straßenrennen an den Start gehen.

"Wenn man bei der Tour die Leistungen von Jens Voigt, Marcus Burghardt oder Christian Knees gesehen hat, dann hätten viele andere deutsche Fahrer das Recht, hier zu starten. Die, die hier sind, freuen sich riesig darüber und werden alles geben", sagte Greipel.

Neben Greipel, Martin und Grabsch werden am Samstag im Rennen über 250 km, das auf Londons Prachtboulevard "The Mall" beginnt und endet, John Degenkolb und Greipels Anfahrer und Teamkollege Marcel Sieberg die deutschen Farben vertreten.

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