In London wird erstmals in der olympischen Geschichte im Judo der Videobeweis angewendet. Dadurch sollen Fehlurteile vermieden und der Druck auf die Kampfrichter gemindert werden.

"Die Spiele in Sydney haben für Kontroversen gesorgt, der Videobeweis soll die Findung einer fairen und korrekten Entscheidung unterstützen", sagte Juan Carlos Barcos, Kampfgerichts-Direktor des Judo-Weltverbandes IJF.

An den Matten sind jeweils zwei Kameras installiert, der Mattenrichter kann im Zweifelsfall die Sichtung der Aufnahmen durch die Kampfrichter-Kommission anordnen, die dann entscheidet.

"Wenn es immer noch Zweifel gibt, kann der Referee auch auf eine Wertung verzichten. Schwere Fehler werden damit nahezu unmöglich", sagte Barcos.

Bei den Olympischen Spielen 2000 hatte es in Australien im Schwergewichtsfinale zwischen dem französischen Idol David Douillet und dem Japaner Shinichi Shinohara eine höchst umstrittene Entscheidung gegeben.

Shinohara hatte einen Wurf des Franzosen regelkonform gekontert, Douillet war dennoch unter großem Protest zum Sieger erklärt worden.

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