Eine Panne im Spielplan hat einen Tag vor dem Start des olympischen Badmintonturniers für mächtig Ärger unter den Athleten gesorgt. Der am Mittwoch veröffentlichte Zeitplan des Weltverbandes BWF stimmte nicht mit den IOC-Regularien überein und musste geändert werden. 60 Prozent der Auftaktspiele am Samstag in der Wembley Arena sind daher neu terminiert worden.

"Ich bin ehrlich gesagt stinksauer, weil wir ursprünglich morgens angesetzt waren", sagte der deutsche Doppelspieler Johannes Schöttler (Bischmisheim). Gemeinsam mit Ingo Kindervater (Bonn) sollte er seine Olympiapremiere gegen ein australisches Doppel feiern, nun geht es am Abend gegen eine Paarung aus Taiwan.

"Die Australier sind die schwächsten in unserer Gruppe. Jetzt haben wir direkt das wichtigste Gruppenspiel", sagte Schöttler und legte nach: "Das ist das wichtigste Sportereignis der Welt. Es ist verrückt, dass dann die Auslosung nicht stimmt."

Bei den Olympischen Spielen in London werden die Badminton-Wettbewerbe erstmals in Gruppenspielen ausgetragen. Der Weltverband hat dabei schlichtweg falsche Paarungen angesetzt. "Das ist fast schon peinlich, dass die Reihenfolge nicht eingehalten wird", sagte Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).

Europameister Marc Zwiebler (Bonn) ist von der Panne nicht betroffen, sein Auftaktspiel gegen Mohamed Ajfan Rasheed von den Malediven findet wie geplant am Samstagmorgen (10.10 Uhr MESZ) statt.

Die Partie der Medaillenhoffnung Juliane Schenk wurde am Abend zwei Stunden nach hinten verschoben.

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