London, 28. Juli (SID) - Israels Sportler trugen am Freitag bei der Olympia-Eröffnung in London ein schwarzes Tuch zum Andenken an die elf Opfer des Olympiaattentats 1972 in München.
Dies war die Reaktion der Mannschaft darauf, dass das Internationale Olympische Komitees (IOC) auf die nicht nur von israelischer Seite geforderte Schweigeminute beim Olympia-Auftakt verzichtet hatte.
IOC-Präsident Jacques Rogge war hart geblieben in seiner Haltung, man wolle der Opfer beim Anschlag der Palästinenser anders gedenken.
Durch die Schweigeminute werde die Feier zu sehr politisiert. Daran änderte sich auch nichts durch die Petition mit 103.000 Unterschriften, die Ankie Spitzer und Ilana Romano, Witwen zweier damals getöteter Israelis, dem IOC vorlegten.
Auch Organisationschef Sebastian Coe hatte sich gegen eine Schweigeminute ausgesprochen.
Den Toten sei am Montag beim Besuch des Olympischen Dorfes durch IOC-Präsident Jacques Rogge in einer Rede und mit einer Schweigeminute die Ehre erwiesen worden. Dies sei "absolut angemessen" gewesen.
Rogges Vizepräsident Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte zuvor erklärt:
"Wir als DOSB haben am 5. September in Deutschland zwei Gedenkveranstaltungen, eine Kranzniederlegung am Ort der Geiselnahme in München und eine Gedenkfeier in Fürstenfeldbruck, am Ort der Ermordung der Geiseln und des Polizeibeamten. Darüber hinaus wirken wir in partnerschaftlicher Abstimmung mit dem israelischen NOK an zwei weiteren Gedenkveranstaltungen in Israel mit."

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