Laut Michael Vesper braucht der deutsche Spitzensport nach Olympia deutlich mehr Mittel.
"Wir haben errechnet, dass wir fünf bis sechs Millionen Euro pro Jahr mehr brauchen, um das Niveau zu halten - mindestens. Angesichts der Finanz- und Haushaltskrise haben wir Sorge, dass wir die nötigen Mittel nicht mehr bekommen", sagte der Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), in London Chef de Mission der Mannschaft, der "Bild am Sonntag".
Vesper machte noch einmal deutlich, das deutsche Team stehe in London im "härtesten Olympia-Wettbewerb aller Zeiten. Länder wie die USA, Russland, Spanien und vor allem auch Großbritannien stecken sehr viel mehr Geld als wir in den Sport."
Der Chef de Mission sieht weiter einen sehr hohen Stellenwert des Ereignisses Olympia für die Gesellschaft.
"Umfragen zeigen, dass sich die Menschen mit den Spitzensportlern identifizieren. Sie wollen, dass wir in der Weltspitze mitmischen", sagte Vesper.
Der Sport könne Stimmungen verändern: "1954 erlangten wir nach dem WM-Titel mehr Selbstbewusstsein, auch 2006 bei der Fußball-WM im eigenen Land gab es plötzlich fast nur noch gute Laune. Der Sport trägt insgesamt viel dazu bei, gesellschaftliche Fragen wie die Integration, die Wertebildung oder die Gesundheitsvorsorge zu beantworten. Ohne Vorbilder geht es nicht."

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