Die Berliner Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen sind zum Auftakt der olympischen Segelregatten in Weymouth am Sonntag nicht über Mittelfeldplätze hinausgekommen.

Das Duo lag im ersten Rennen schon auf Siegkurs und führte das 16er-Feld eine Runde lang überlegen an, musste sich im Ziel dennoch mit dem sechsten Platz zufrieden geben.

Im zweiten Rennen reichte es nur zum neunten Rang, wodurch die Vizeweltmeister von Perth 2011 mit 15 Punkten auf den achten Gesamtplatz abrutschten. Mit zehn Zählern Vorsprung führen die Brasilianer Robert Scheidt und Bruno Prada.

Die Weltmeister entschieden die im zweiten Rennen auf der Ziellinie ein beinhartes Duell im Fotofinish mit den Briten Iain Percy und Andrew Simpson für sich. Die vom Kieler Marc Pickel, Olympiateilnehmer von 2008, trainierten Iren Peter O'Leary und David Burrows (2. und 6.) sind mit acht Punkten Zweite.

Es hätte ein Traumstart werden können für die schwarz-rot-goldene Segelmannschaft, doch eine plötzliche Winddrehung um 30 Grad nach links kostete Stanjek/Kleen auf der zweiten Runde mehr als 200 Meter und die Führung.

"Wir waren voll konzentriert und haben darüber gar nicht nachgedacht. So etwas kannst du auch gar nicht verteidigen", sagte Vorschoter Kleen: "Den zweiten Start haben wir komplett verhauen, waren mit großen Rückstand nur Vorletzter. Das es dann noch gut nach vorne ging, war der guten Bootsgeschwindigkeit zu verdanken. Deshalb sind wir keineswegs unzufrieden mit dem Beginn und bleiben auf unsere Stärken fokussiert."

Für die haushoch favorisierten Briten begannen die Wettfahrttage verheißungsvoll. Volksheld Ben Ainslie, der nach Silber 1996 und Gold bei allen folgenden Spielen auf seinem Heimatrevier zum vierten Mal auf den Thron und damit zum erfolgreichsten Segler der Geschichte avancieren will, wurde in der Finn-Dingi-Klasse zweimal Zweiter.

Allerdings fand "Big Ben" genauso oft denselben Meister. Der Däne Jonas Hogh-Christensen bewahrte mit zwei sensationellen Tagessiegen eine weiße Weste.

Am Montag greifen weitere deutsche Aktive ins Geschehen ein, darunter Geheimfavorit Simon Grotelüschen aus Lübeck im Laser, Außenseiterin Franziska Goltz (Schwerin) im Laser Radial und die Kieler 49er-Crew Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann. Bei den Staren stehen die Wettfahrten drei und vier auf dem Programm.

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