Neue Wendung im Hidschab-Streit um die saudische Judoka Wodjan Shahrkhani: Wie das Nachrichtenportal "Al Arabya News" unter Berufung auf die Tageszeitung "al Watan" berichtet, will der Vater der Kämpferin seiner Tochter den Start bei den Olympischen Spielen in London verbieten.

Falls der Judo-Weltverband IJF seine Entscheidung aufrechterhält, dass Shahrkhani nicht mit der traditionellen islamischen Kopfbedeckung antreten darf, will der Vater sie umgehend nach Hause holen.

Dem liberalen und nicht-religiösen Blatt "al Watan" sagte Vater Ali Seraj Shaherkanimi, dass er davon ausgehe, die Rückendeckung des saudischen olympischen Komitees zu haben.

IJF-Verbandschef Marius Vizer hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Shahrkhani ohne Hidschab anzutreten und "gemäß den Prinzipien und des Geistes des Judosports" zu kämpfen habe. Seitdem bemühen sich IOC und Saudis um eine Lösung mit der IJF.

Shahrkani soll am Freitag im Schwergewicht kämpfen.

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