Fast 300 Präparate von 72 deutschen Pharma-Herstellern sollen bei Olympia in London Dopingfällen vorbeugen und die medizinische Versorgung von Athleten sichern.

Nicht nur im Olympischen Dorf kann Bernd Wolfarth als Chefmediziner der deutschen Mannschaft mit seinen 23 Ärzten und 30 Physiotherapeuten auf diese Mittel zurückgreifen. Auch im Deutschen Haus am West India Quay hat die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit den gespendeten Produkten der deutschen Pharma-Industrie eine gut sortierte Olympia-Apotheke eingerichtet.

"Vor allem im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel gibt es beim grenzenlosen Handel im Internet Dopingfallen für Athleten. Sie sind oft mit Prohormonen verunreinigt, können unzulässige Stimulanzien enthalten. Bei den von uns erhältlichen Produkten der deutschen Unternehmen geht das Risiko gegen Null", sagt Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der NADA.

In der Apotheke im Deutschen Haus, die auch während der Paralympics (30. August bis 9. September) zur Verfügung stehen wird, klärt NADA-Apothekerin Anja Scheiff die Athleten über Dopingrelevanz von Arzneimitteln auf und beantwortet pharmazeutische Fragen.

"In der Zusammenarbeit mit der NADA zeigt sich unsere soziale Verantwortung, der wir im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem deutschen Sport gerecht werden", sagt Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA und Vorsitzender der Deutschen Arzneimittel-Kommission.

Betreuer und Ärzte der deutschen Olympiamannschaft haben somit in London eine Apothekerin der NADA vor Ort, die auch in direktem Kontakt mit dem leitenden Mannschaftsarzt steht. Medizin-Chef Bernd Wolfarth, zum fünften Mal für das deutsche Team bei Olympia dabei, sagt: "Wir haben eine extrem gut sortierte Apotheke. Die medizinische Ambulanz der deutschen Mannschaft ist bestens ausgerüstet. Und ansonsten haben wir in der Poliklinik des Olympischen Dorfes Zugriff auf alles."

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