Die Medaillen-Hoffnungen der deutschen Slalom-Kanuten haben einen Dämpfer erhalten. Während Europameisterin Jasmin Schornberg im Kajak-Einer souverän das olympische Halbfinale erreichte, musste der Canadier-Zweier mit David Schröder und Frank Henze bereits nach den Vorläufen die Segel streichen. Dem Leipziger Duo fehlten am Ende drei Hundertstelsekunden für den Einzug in die Finalläufe der besten zehn Teams.

"Das ist bitter", sagte Frank Henze: "Wir haben unser Bestes gegeben, aber unsere Linie hat nicht optimal gepasst." Das als Position acht der Setzliste gestartete Boot erhielt für zwei Torberührungen im ersten Streckenabschnitt insgesamt vier Strafsekunden. Ein Protest der deutschen Mannschaft gegen die Wertung des Laufes wurde am Nachmittag abgewiesen.

Besser machte es Schornberg. Die Augsburgerin ließ vor 12.000 frenetischen Zuschauer im Wildwasser des Lee Valley White Water Centres vor den Toren Londons nichts anbrennen und fuhr als Achte in die Finals am Donnerstag.

Bereits am Sonntag hatten sich Hannes Aigner als Tagesbester im Kajak-Einer und Canadier-Einer-Pilot Sideris Tasiadis als Vierter ihre Tickets für die Finalläufe gesichert. Europameister Tasiadis greift am Dienstag (Halbfinale und Finale ab 13.30/14.30) als erster nach Edelmetall, Aigner tritt am Mittwoch an. Der Deutsche Kanu-Verband hatte vor den Wettbewerben zwei Medaillen in den vier Disziplinen als Ziel ausgegeben.

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