Bahnsprinter Stefan Nimke aus Schwerin wird seine Entscheidung für das Ende seiner Karriere trotz der bitteren Enttäuschung bei Olympia nicht revidieren.
"Ich fahre noch die Deutsche Meisterschaft, dann geht's auf die Schulbank", sagte der 34-Jährige dem "ARD"-Hörfunk. Nimke, der wie 2004 in Athen Gold gewinnen wollte, hatte am Mittwoch wegen einer Muskelverletzung im Rücken seinen Start im Londoner Velodrom 30 Minuten vor Wettkampfbeginn absagen müssen.
Dies habe ihn große Überwindung gekostet. "Ich wäre eine Schwächung gewesen, mit mir wäre keine Medaille rausgesprungen", sagte Nimke: "Ich wollte den Jungs nicht im Weg stehen. Wenn man nicht 100 Prozent leisten kann, müssen andere fahren."
Der Entschluss nötigte Bundestrainer Detlef Uibel großen Respekt ab. "Stefan hatte die Courage zu sagen: Ich traue es mir nicht zu. Hut ab davor", sagte er.
Anstelle Nimkes war Robert Förstemann aus Gera kurzfristig zum Einsatz gekommen. Der 26-Jährige sicherte dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gemeinsam mit Maximilian Levy aus Cottbus und dem Erfurter Rene Enders immerhin noch Bronze.
"Wir haben nach diesem Schock gekämpft wie die Löwen", sagte Levy. "Stefan hat sportliche Größe gezeigt", ergänzte Förstemann.

Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen.