Olympiasieger Matthias Steiner hat vor dem Superschwergewichts-Wettkampf der Gewichtheber am Dienstag in London die Erwartungen gedämpft, geht die Aufgabe aber dennoch optimistisch an.
"Natürlich haben die Leute mich auf dem Schirm. Aber dass ich nicht in der Verfassung von Peking bin, kann sich nach meiner Vorgeschichte wohl jeder ausmalen", sagte Steiner am Samstag.
Steiner hatte im vergangenen September einen Einriss der Quadrizeps-Sehne erlitten und war erst im Januar wieder ins Training eingestiegen.
In den vergangenen Monaten hatten kleinere Blessuren an der Schulter und den Handgelenken sowie grippale Infekte den zeitintensiven Kraftaufbau gestört. Im letzten Trainingslager vor den Spielen hatte er sich dagegen in Österreich ungestört auf die Sommerspiele vorbereitet.
"Ich weiß nicht, was mich erwartet. Es ist schwer, eine Prognose abzugeben", sagte Steiner, dessen Jahresbestleistung bei 424 kg im Zweikampf liegt und der das Feld von unten angreifen will:
"Insgesamt ist die Form besser als erwartet, ich habe Vertrauen in mich, die Physis ist da." In den Tagen bis zum Wettkampf am Dienstag will sich Steiner schonen: "Nur im Bett liegen werde ich aber auch nicht."
Der gebürtige Österreicher hatte vor vier Jahren mit einer Zweikampfleistung von 461 kg die Goldmedaille gewonnen. Bei der anschließenden Siegerehrung hatte er für einen der emotionalsten Momente der Spiele gesorgt, als er ein Foto seiner im Jahr zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Frau in die Kameras hielt.

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