Georg Grozer fühlt sich vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) nicht ausreichend unterstützt, hat Berichte über eine angebliche Rücktrittsdrohung jedoch zurückgewiesen.
"Ich habe nie mit Rücktritt gedroht, ich spiele mit Herz für Deutschland, das ist für mich eine große Ehre. Aber es sind auch andere Faktoren wichtig", sagte Grozer in London.
Zuvor hatte der Spiegel Grozer auf seiner Internetseite unter der Überschrift "Volleyballer Grozer droht mit Rücktritt" noch wie folgt zitiert:
"Wenn nichts passiert, werde ich die Konsequenzen ziehen. Es kann gut sein, dass ich aus der Nationalmannschaft zurücktrete."
Der Satz soll am Samstag nach dem 3:0 der deutschen Mannschaft bei Olympia gegen Tunesien bei einem Pressefrühstück gefallen sein. Das Treffen im Earls Court war vom Weltverband FIVB organisiert worden. Grozer beklagte verschiedene Missstände.
Der 27-Jährige fühlt sich von Anti-Doping-Vorschriften gegängelt. Zudem kritisierte er, dass deutsche Profis, die wie er im Ausland unter Vertrag stehen, während ihrer Einsätze für die DVV-Auswahl nicht versichert seien.
"Ich will noch in diesem Sommer ernsthaft mit dem Verband reden, damit sich diese Sachen ändern", sagte er, "aber das ist keine Drohung."
Der gebürtige Ungar Grozer war in Deutschland für den Moerser SC und Rekordmeister VfB Friedrichshfen aktiv. Vor zwei Jahren war er zunächst nach Polen gewechselt, nun spielt er für Lokomotive Belgorod in Russland.

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