Die deutschen Wasserspringer dürfen im letzten Wettbewerb der Olympischen Spiele doch noch auf eine Medaille hoffen.
Vom Turm zeigten der WM-Dritte Sascha Klein und Neuling Martin Wolfram im Vorkampf eine überzeugende Leistung und zogen sicher ins Halbfinale am Samstag ein.
Der 26-jährige Klein (Riesa), der zuletzt an einer Ellenbogenverletzung laborierte, kam nach sechs Sprüngen auf 525,05 Punkte und belegte damit Rang drei.
Der sechs Jahre jüngere Wolfram (Dresden) rechtfertigte bei einem starken Olympia-Debüt mit 496,80 Zählern und Rang vier seine Nominierung. Der
deutsche Meister hatte den Vorzug vor dem siebenmaligen Europameister Patrick Hausding (Berlin) erhalten.
Die beste Leistung in einem gutklassigen Feld zeigte Topfavorit und Weltmeister Qiu Bo aus China, der mehrmals die Höchstnote zehn erhielt und nach sechs Sprüngen 563,70 Punkte auf dem Konto hatte.
Lokalmatador und Teenie-Star Thomas Daley zeigte vor den Augen der 17.500 begeisterten Zuschauer ungewohnte Schwächen, zitterte sich auf Rang 15 (448,45) aber ebenfalls in die Runde der besten 18. Die Medaillen werden am Samstagabend vergeben.
Die deutschen Springer gingen in den bisherigen sieben Entscheidungen leer aus.
Die am Freitag veröffentlichte Zielvereinbarung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) sah insgesamt dreimal Edelmetall für die Springer vor. Zuletzt blieben sie 1988 in Seoul ohne Medaille.
Damals gab es jedoch nur vier Entscheidungen.

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