Die deutschen Turmspringer Sascha Klein und Martin Wolfram haben souverän das olympische Finale der besten Zwölf erreicht.
Der WM-Dritte Klein (Riesa) musste im Halbfinale als Achter mit 503,75 Punkten dem Debütanten Wolfram den Vortritt lassen.
Der 20-Jährige aus Dresden verbesserte sich gegenüber dem Vorkampf um mehr als 20 Punkte und landete mit der persönlichen Bestleistung von 519,00 Zählern auf dem fünften Rang.
Wolfram, der den Vorzug vor dem siebenmaligen Europameister Patrick Hausding (Berlin) erhalten hatte, begann sehr stark.
Nach dem Doppelsalto mit zweieinhalbfacher Schraube aus dem Handstand im ersten Durchgang führte er das Feld bis zur dritten Runde sogar an.
"Ich dachte mir: Oh, das ist ja cool", sagte der 20-Jährige: "Ich hoffe, dass ich im Finale unter die ersten Acht komme, um mich für den Weltcup zu qualifizieren."
Klein blieb 22 Punkte unter seiner Leistung aus der Qualifikation. "Ich habe hintenraus kleine Schwächen gezeigt", sagte er, "das Feld ist sehr eng, sieben Leute haben Medaillenchancen."
Bundestrainer Lutz Buschkow war zufrieden: "Beide sind sehr gut gesprungen und haben ihre Wettkampfserie im Griff. Im Finale werden die Karten neu gemischt."
Die beste Leistung in einem hochklassigen Feld zeigte Topfavorit und Weltmeister Qiu Bo aus China, der nach sechs Sprüngen 563,55 Punkte auf dem Konto hatte.
Lokalmatador und Teenie-Star Tom Daley zeigte sich vor 17.000 begeisterten Zuschauer gegenüber dem Vorkampf deutlich verbessert und erreichte mit Rang vier (521,10) ebenfalls das Finale am Samstagabend (20.30/21.30 Uhr).
Die deutschen Springer waren in den bisherigen sieben Entscheidungen leer ausgegangen.
Die am Freitag veröffentlichte Zielvereinbarung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) sah insgesamt drei Medaillen für die Springer vor.
Zuletzt blieben sie 1988 in Seoul ohne Medaille. Damals gab es jedoch nur vier Entscheidungen.

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