Die deutsche Olympiamannschaft hat in London laut Thomas Bach "alle Erwartungen übertroffen". In seiner Abschlussbewertung meinte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB):
"Niemand hätte gedacht, dass im härtesten Wettbewerb aller Zeiten mehr Medaillen gewonnen werden könnten als in Peking. Schon vor dem Schlusstag hat unsere Mannschaft 43 Medaillen, 2008 waren es insgesamt 41."
Bach sagte weiter: "Die Mannschaft ist sehr sympathisch aufgetreten und hat das Motto 'Wir für Deutschland' gelebt. Ich kann nur sagen: Ich bin stolz auf diese Olympiamannschaft."
Unabhängig davon gebe es nach Olympia eine "umfassende Überprüfung des Fördersystems".
Bach machte deutlich: "Bei einigen Verbänden und Disziplinen wird diese kritisch ausfallen. Wir müssen daraus Schlüsse ziehen. Wir sind es den Athleten schuldig, ihnen durch optimale Bedingungen zu ermöglichen, dass sie bei Olympia ganz vorn dabei sein können. Auch 2016 in Rio."
Im Fördersystem gehe es um Geld, aber auch um den effizienten Einsatz der Mittel.
"Wir haben beim Bundesinnenministerium vor vier Jahren Mehrbedarf angemeldet. Wir brauchen erhöhte Mittel, die Trainerausbildung ist nach wie vor unzureichend. Aber jeder Euro in den Sport ist gut investiert und keine Subvention."
Bach erklärte: "Ich freue mich über Statements von Politikern, die Leistung sehen wollen."
Damit reagierte er auf Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, der in London gesagt hatte:
"Wenn der Höhepunkt der Saison die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist, dann ist vielleicht etwas nicht in Ordnung. Was wir brauchen im Sport und in der Gesellschaft, ist ein Brennen für den Sieg und nicht nur ein 'Dabeisein ist alles'. Für uns müssen bessere Maßstäbe gelten."
Bach folgerte aus dieser Aussage: "Thomas de Maiziere hat ein klares Bekenntnis zum Leistungssport abgegeben, dafür bin ich ihm dankbar. Wenn die Politiker Leistung sehen wollen, auch bei den nächsten Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro, dann werden wir sie darauf aufmerksam machen, dass sie diesem Wunsch auch Taten folgen lassen müssen."

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