Neben der deutschen Olympiamannschaft gewann nur Gastgeber Großbritannien unter den zehn stärksten Nationen der Welt in London mehr Medaillen als 2008 in Peking.
Dies stellte Bernhard Schwank, Sportdirektor im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), einen Tag vor Ende der Spiele in London heraus.
Schwank: "Mit Ausnahme von Großbritannien ist es ansonsten keiner Nation unter den Top Ten gelungen, das Ergebnis von Peking 2008 zu übertreffen. Dies unterstreicht die Stärke unserer Olympiamannschaft. In der nächsten Zeit sind wir kritisch dabei, das Ergebnis in einer intensiven Analyse unter die Lupe zu nehmen."
Laut Schwank wird der DOSB erst die Fachverbände und Bundestrainer anhören.
Im September gebe es im DOSB-Präsidium eine erste Kurzanalyse, dann sollen Gespräche mit den Verbänden folgen und Erkenntnisse in die Bundestrainer-Konferenz vom 6. bis 8. November einfließen.
Ab Januar 2013 gebe es dann neue Zielvereinbarungen bzw. Förderungsvereinbarungen, wie diese künftig heißen sollen.
Wie DOSB-Generaldirektor Michael Vesper machte Schwank "viel Potenzial für Rio 2016" aus:
"Jetzt müssen wir sehen: Wie können wir die Stärken halten, wie uns in schwachen Sportarten und Disziplinen verbessern, um dann in Rio ähnlich erfolgreich oder noch erfolgreicher zu sein."
Anhand der Situation der Leichtathletik, die 2008 in Peking nur eine Bronzemedaille durch Speerwerferin Christina Obergföll (Offenburg) gewonnen hatte, machte Schwank klar, dass es aufgrund der Olympia-Resultate "kein System der Belohnung und Bestrafung" gibt.
"Wir haben seitdem in die Leichtathletik 1,7 Millionen Euro zusätzlich investiert. Über vier Jahre wurden zehn neue Trainerstellen eingerichtet. Dadurch ist es gelungen, die Sportart wieder erfolgreich zu machen."

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