Die Volleyballerinnen aus Brasilien haben auch in London olympisches Gold gewonnen. Das Team setzte sich wie vor vier Jahren in Peking im Finale überraschend mit 3:1 (11:25, 25:17, 25:20, 25:17) gegen den Weltranglistenersten und World-Grand-Prix-Sieger USA durch.

Für die Brasilianerinnen war es nach zweimal Bronze (1996 und 2000) die vierte Medaille. In der Vorrunde hatten noch die USA mit 3:1 die Oberhand behalten.

Die Amerikanerinnen verpassten es in London hingegen, nach Silber 1984 und 2008 sowie Bronze 1992 den Medaillensatz zu komplettieren.

Ebenso verfehlte Trainer Hugh McCutcheon sein Ziel, als zweiter Coach überhaupt mit einem Frauen- und einem Männer-Team Gold zu holen. Zuvor war dies nur Roberto Guimaraes gelungen, der in London die Brasilianerinnen betreute.

"Das ist einfach ein tolles Gefühl", sagte Guimaraes und scherzte: "Ich glaube, Volleyball ist in Brasilien Sportart Nummer eins, denn Fußball ist dort nicht Sport, sondern Religion."

Die USA wirkten im ersten Durchgang konzentrierter und dominierten ihren Gegner nach Belieben.

Schon nach 21 Minuten nutzte der Favorit seinen ersten Satzball. In der Folgezeit war die Begegnung aber ausgeglichener, die Brasilianerinnen fanden nach dem schwachen Start zu ihrem Rhythmus und holten sich verdient die Sätze zwei und drei.

Danach hatten sie wenig Mühe, gegen die verunsicherten Amerikanerinnen den Sieg nach Hause zu bringen.

Zuvor hatte sich Japan mit der Bronzemedaille getröstet. Der zweimalige Olympiasieger gewann das Spiel um Platz drei gegen Südkorea mit 3:0 (25:22, 26:24, 25:21) und holte damit seine sechste Medaille.

Japan hat seit dem ersten Volleyball-Turnier bei Sommerspielen 1964 in Tokio jeweils zweimal Gold, Silber und Bronze gewonnen.

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