Nach der Disqualifikation der weißrussischen Olympiasiegerin Nadeschda Ostaptschuk fordert Kugelstoß-Europameisterin Nadine Kleinert Gefängnisstrafen für Dopingsünder.
"Ich glaube, Doper überlegen es sich dreimal, ob sie es tun oder nicht, wenn sie in den Knast müssen", sagte die 37-Jährige aus Magdeburg im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt":
"Du bekommst den Sport nur sauber, wenn die Strafen drastischer und abstoßender sind." Zumindest müssten die Betrüger "für immer gesperrt werden".
Bei den am Sonntag beendeten Sommerspielen in London war Ostaptschuk nach ihrem Kugelstoß-Triumph nachträglich disqualifiziert worden, weil in ihrem Urin bei zwei Dopingtests das anabole Steroid Methenolon festgestellt wurde.
"Bei ihr war es in diesem Jahr extrem auffällig, dass da was nicht stimmen konnte", sagte Kleinert, die ihr überraschendes Aus in der Olympia-Qualifikation mit einem Virus begründete.
Über ihr geplantes Karriereende nach den Spielen wolle sich die Silbermedaillen-Gewinnerin von Athen 2004 nun noch einmal Gedanken machen.
"Mit dem schlechtesten Wettkampf meines Lebens kann ich eigentlich nicht aufhören. Der erste Spruch, den mir am Montag nach Ostaptschuks Disqualifikation einer zurief, war:
'Das ist ein Grund, noch ein Jahr dranzuhängen'."

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