Wegen eines üblen Fehltritts hat sich Kugelstoß-Weltmeister David Storl aus Chemnitz offenbar um seinen Empfang bei Bundespräsident Joachim Gauck am vergangenen Mittwoch gebracht.

Weil der 22 Jahre alte Olympia-Zweite von London am 2. Juni 2011 auf einer Vatertags-Tour mit seinem Luftgewehr auf einen Hund geschossen hatte, sah das Bundespräsidialamt von einer Einladung zur Ehrung der Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten sportlichen Auszeichnung Deutschland, ab. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung.

"Ich will das alles nicht mehr kommentieren. Ich kann nur versichern, dass ich das längst sehr bereut habe", wird Storl zitiert.

Laut "Bild" war Storl an besagtem Tag mit einem Freund unterwegs. Auf dem Gelände des Chemnitzer Sportforums, wo er trainert, wurde er dabei beobachtet, wie er mit einem Gewehr auf einen Hund schoss. Der Hundebesitzer sah von einem Strafantrag ab. Trotzdem wurde der Vorfall in Storls Akte - er ist Azubi bei der Bundespolizei - vermerkt.

Im "Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen" regelt Paragraph 4, welche Gründe zu einer Verweigerung führen. Ein Sprecher des Präsidialamtes: "Es ist eine Einzelfallprüfung, die Schwere des Fehlverhaltens, ob es Geschädigte gibt und wie lange der Vorfall zurückliegt, berücksichtigt."

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