Nach harter Kritik durch die Koordinierungs-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees hat der scheidende IOC-Präsident Jacques Rogge wieder etwas Druck vom kommenden Olympiagastgeber Rio de Janeiro genommen.

"Der Fortschritt in Rio ist offensichtlich. Wir sind optimistisch, dass wir gute Spiele haben werden", sagte Rogge auf seiner letzten Pressekonferenz als IOC-Präsident im Vorfeld der 125. IOC-Session in Buenos Aires.

Gleichzeitig verwies der 71 Jahre alte Belgier allerdings auch auf zahlreiche Infrastrukturprojekte, deren Bau "etwas beschleunigt" werden solle: "Wir sollten nicht vergessen, dass die Zeit knapp ist", sagte Rogge.

Nach der letzten Bestandsaufnahme in Rio de Janeiro hatte das IOC den Druck auf den Gastgeber der Sommerspiele 2016 noch erhöht.

"Wir müssen mit Fristen arbeiten, und in einigen Fällen ist schon zu erkennen, dass es eng werden wird", sagte die marokkanische Leichtathletik-Olympiasiegerin Nawal El Moutawakel, Chefin der IOC-Koordinierungs-Kommission, am Ende des fünften offiziellen Kontrollbesuchs in Brasilien am Dienstag.

Der Sportkomplex Deodoro (u.a. Fechten, Hockey, Schießen, Pferdesport) hinke komplett dem Zeitplan hinterher. Die U-Bahn-Linie zwischen den Sportstätten an der Barra da Tijuca und der südlichen Hotelzone, die erst kurz vor den Spielen in Betrieb genommen werden soll, brauche einen Notfallplan.

Zudem monierten die IOC-Inspekteure das weiterhin fehlende Dokument über die Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den drei Regierungsebenen.

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