Schottland will mit einem eigenen Team bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro starten, wenn das Land bei der Volksabstimmung am 18. September 2014 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erreicht. Dies erklärte die schottische Sportministerin Shona Robison bei der BBC.

Robison gab sich zuversichtlich, dass Schottland vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als eigenes Team anerkannt wird und meinte: "Wir würden alle Voraussetzungen dazu erfüllen. Ein eigenes Team hätte viele Vorteile. Es könnten auch viel mehr Schotten bei den Spielen starten."

2012 in London befanden sich nur 55 Schotten im 542 Athleten starken britischen Team, sie gewannen 13 Medaillen und fast exakt ein Viertel der Goldmedaillen (7 von 29) des Olympia-Gastgebers.

Die Schotten Andy Murray (Tennis) und Radsport-Star Sir Chris Hoy waren gefeierte Helden im britischen Team.

Künftig sollen schottische Athleten von einer neuen Sportarena und einem neuen Velodrom in Glasgow profitieren. Diese Anlagen wurden mit Blick auf die Commonwealthspiele 2014 in der Hauptstadt des Landes errichtet, bei denen die Schotten traditionell mit eigenem Team starten.

Die Britische Olympia-Vereinigung BOA erklärte, sie kommentiere die Situation erst nach dem Ergebnis des Referendums.

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