USA demütigen Gauchos - Spanien wartet im Finale
London - Das Traumfinale ist perfekt: Top-Favorit USA und Europameister Spanien spielen am Sonntag (16 Uhr im LIVE-TICKER) wie vor vier Jahren in Peking die Goldmedaille beim olympischen Basketballturnier aus.
Das US-Starensemble um Kobe Bryant und LeBron James setzte sich in London 109:83 (40:47) gegen Argentinien durch, zuvor hatte Spanien 67:59 (20:31) gegen Russland gewonnen. Die beiden Verlierer kämpfen vor dem mit Spannung erwarteten Endspiel um Bronze (12 Uhr im LIVE-TICKER).
Anders als im letzten Vorrundenspiel, als das "Dream Team VI" sich erst in der zweiten Halbzeit von Argentinien abgesetzt hatte, führte Olympiasieger USA schnell mit zwölf Punkten (DIASHOW: Die Bilder des Tages).
Bryant drückt Stempel auf
Vor allem Superstar Bryant drückte der vom deutschen Schiedsrichter Robert Lottermoser geleiteten Begegnung gleich zu Beginn seinen Stempel auf. Am Ende kam der Guard der Los Angeles Lakers auf 13 Punkte.
Erst als Bryant ausgewechselt wurde, verkürzte Argentinien, das bei seinem Olympiasieg 2004 in Athen den Amerikanern die bislang letzte Niederlage bei Sommerspielen zugefügt hatte. In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel, das US-Team wirkte verunsichert.
Zur Hälfte des dritten Viertels spielte der 13-malige Olympiasieger dann durch seine Topscorer Kevin Durant (19 Punkte), James und Carmelo Anthony (beide 18) wieder ein beruhigendes Polster heraus. Letztlich ungefährdet erreichte die Star-Auswahl das Finale.
Schwache Begegnung
Zuvor hatte Spanien im deutlich schwächeren Halbfinale gegen den zweimaligen Olympiasieger Russland die Oberhand behalten.
Der favorisierte Europameister bezwang in einer über weite Strecken schwachen Begegnung den zweimaligen Olympiasieger mit 67:59 (20:31).
Schwacher Beginn von Spanien
Im enttäuschenden ersten Viertel waren beide Teams vor 20.000 Zuschauern sehr nervös, unzählige leichte Abspielfehler und eine schlechte Trefferquote aus dem Feld waren die Folge.
Besonders die Spanier, die in der Vorrunde gegen Russland verloren hatten (74:77), fanden überhaupt nicht ins Spiel und erzielten im ersten Viertel ganze neun Punkte.
Durch einen 10:0-Lauf der Russen geriet das Team um Pau Gasol klar in Rückstand (20:31).
Auch, weil sich der Superstar von den Los Angeles Lakers bis dahin zumindest offensiv nicht wie gewohnt in Szene setzen konnte.
Der Europameister gleicht aus
Nach dem Seitenwechsel fand der 32-Jährige aber seinen Rhythmus. ( SERVICE: Der Olympia-Zeitplan)
Spanien verkürzte den Rückstand zur Freude der mitgereisten Fans und glich mit der Schlusssirene des dritten Viertels aus (46:46).
Dreier-Show von Calderon
Im letzten Spielabschnitt gingen die Spanier erstmals seit der fünften Spielminute wieder in Führung, als Jose Calderon mit einem Dreier zum 51:49 traf.
Kurze Zeit später netzte der NBA-Spieler von den Toronto Raptors zwei weitere Dreier hinereinander ein. ( SERVICE: Der Medaillenspiegel)
Alles unter Kontrolle
Das Team von Trainer Sergio Scariolo setzte sich anschließend ab und kontrollierte das Geschehen, Russland konnte den Spaniern in der Schlussphase nicht mehr gefährlich werden.
Pau Gasol war mit 16 Punkten bester Werfer der Spanier, Topscorer auf der Gegenseite war Sascha Kaun (14).
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