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Chris Kaman (gegen Dwight Howard) enttäuschte mit sechs Punkten und fünf Rebounds © getty

Die deutsche Nationalmannschaft geht gegen das dominante Team USA unter. Dirk Nowitzki schrammt am Double-Double vorbei.

Peking - Mit der erwartet deutlichen Niederlage gegen die NBA-Stars der USA haben sich Deutschlands Basketballer von Olympia verabschiedet.

Das fünfte und letzte Gruppenspiel des Turniers verlor die Mannschaft um Dirk Nowitzki gegen den Gold-Aspiranten mit 57:106 (29:53).

Ein Sieg und vier Niederlagen lautet die Olympia-Bilanz nach dem 127. und - zumindest vorläufig - letzten Länderspiel von Nowitzki, der eine Auszeit vom Nationalteam angekündigt hatte.

Athletisch hoch überlegen

Endgültig Abschied von der DBB-Auswahl, die das Viertelfinale durch eine 55:59-Niederlage gegen Gastgeber China vorzeitig verpasst hatte, nahmen Patrick Femerling (209 Länderspiele) und Pascal Roller (122) vor einer großen Kulisse gegen die derzeit "beste Mannschaft der Welt" (Bundestrainer Dirk Bauermann).

Vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Arena konnten die Deutschen die Begegnung mit den Superstars aus der nordamerikansichen Profiliga wie Kobe Bryant oder LeBron James allenfalls als besonderes Erlebnis abhaken.

Wie schon in den Begegnungen zuvor erwiesen sich die bislang als einziges Team ungeschlagenen USA individuell und in Sachen Athletik als hoch überlegen.

Spezialbewachung für Nowitzki

So wurde der erste Korb des DBB-Teams erst nach vier, der folgende erst nach sieben Minuten registriert.

Den Amerikanen gelang im ersten Viertel nahezu jede Aktion. Jeder Distanzwurf fand sein Ziel, während der Ball bei der deutschen Mannschaft mehrfach in den Korb schaute, aber wieder rausrollte. Die logische Folge war ein deutlicher 12:31-Rückstand (10.).

Besonders motiviert gegen seine NBA-Kollegen war Nowitzki, doch der Star der Dallas Mavericks erfreute sich aggressiver Spezialbewachung und kam kaum zum kontrollierten Wurf.

Vorhang fällt im dritten Viertel

Die Amerikaner dagegen lieferten die von den Fans erwartete Show. So traf LeBron James gleich zweimal aus rund neun Metern in den deutschen Korb.

Auf der anderen Seite verhalf die schwache deutsche Trefferquote (31 Prozent) den USA (58 Prozent) zur deutlichen Halbzeitführung.

Nach dem Wechsel versuchte die DBB-Auswahl mit Kampfgeist die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten.

Besser ins Spiel kam Nowitzki, der bei seinem Abschiedsspiel insgesamt 14 Punkte und acht Rebounds verbuchte und im dritten Viertel bei einer Restspielzeit von 3:23 Minuten endgültig das Feld verließ. Herausragende Schützen bei den USA waren deren Jüngster Dwight Howard (22/Orlando Magic) und LeBron James (18 Punkte/Cleveland Cavaliers).

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