vergrößernverkleinern
LeBron James wurde beim NBA-All-Star-Game 2008 zum "Most Valuable Player" gewählt © getty

Die US-Basketballer gewinnen auch ihr siebtes Spiel und ziehen ins olympische Endspiel gegen Weltmeister Spanien ein.

Peking - Top-Favorit gegen Weltmeister, Kampf der Basketball-Großmächte, Amerika gegen Europa.

Das Traumfinale des olympischen Basketball-Turniers ist perfekt. Im Duell zwischen den NBA-Stars aus den USA und Spanien am Sonntag (8.30 Uhr LIVE) kommt es zur Neuauflage des Endspiels von 1984 in Los Angeles, das die damaligen Olympia-Gastgeber für sich entschieden.

Und auch in Peking scheint Gold für die übermächtigen US-Boys reserviert.

Sieben Spiele, sieben Siege

40 Minuten trennen die Profis aus dem Mutterland des Basketballs, die seit den Sommerspielen 2000 in Sydney auf einen Sieg bei einem großen Turnier warten, nach dem souveränen 101:81 (49:40) im Halbfinale gegen Argentinien von der Rückkehr auf den Olymp.

Sieben Spiele, sieben Siege lautet die eindrucksvolle Bilanz des Ensembles um Superstar Kobe Byrant, das den Finalgegener schon in der Vorrunde mit 119:82 besiegt hatte.

Spanien mit dem herausragenden Pau Gasol, Teamkollege von Bryant bei den Lakers, setzte sich im ersten Halbfinale erst in der Schlussphase einer hart umkämpften Partie gegen Litauen durch und siegte 91:86 (40:42).

Bestes US-Team seit 1992

Der EM-Dritte Litauen scheiterte damit bereits zum fünften Mal in Folge in einem olympischen Halbfinale und trifft am Sonntag im Spiel um Bronze auf Argentinien, den Olympia-Sieger von Athen.

Die USA nutzten das Duell mit den "Gauchos" zur Revanche für die peinliche Niederlage im Halbfinale vor vier Jahren und zur Demonstration ihrer neuen Stärke.

Nach dem ersten Viertel führten die Amerikaner mit ihrer qualitativ besten Mannschaft seit jenem "Dream Team" mit Michael Jordan 1992 deutlich mit 30:11.

Argentinier halten dagegen

Vor 18.000 Zuschauern in der abermals ausverkauften Olympia-Arena wehrten sich die Argentinier jedoch mit einer aggressiven Defensive und guten Trefferquote gegen die drohende Demontage und konnten bis auf sechs Punkte (40:46) verkürzen.

Neben Wurfsicherheit ließen die US-Profis aus der nordamerikanischen Profiliga bis zur Halbzeit auch ihre gewohnte Rebound-Dominanz vermissen. Erstmals in diesem Turnier mussten sich LeBron James, Jason Kidd oder Dwyane Wade gute Wurfpositionen auch nach dem Wechsel phasenweise hart erarbeiten.

Doch am Ende setzte sich der Favorit dank seiner Athletik, individuellen Klasse sowie 21 Punkten von Carmelo Anthony (Denver Nuggets) durch. Bester Werfer des Spiels war der Argentinier Luis Alberto Scola (Houston Rockets).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel