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In L.A. Teamkollegen, jetzt Gegner: Bryant (r.) und Gasol © getty

Im Basketball-Finale stehen sich mit den USA und Spanien die beiden besten Teams der Welt gegenüber. Doch nur einer ist Favorit.

Peking - Die Party zum 30. Geburtstag von Kobe Bryant am Samstag wurde verschoben.

Dafür soll am Sonntag die ganz große Sause steigen.

Mit einem Sieg im Endspiel gegen Weltmeister Spanien (8.30 Uhr LIVE) wollen die NBA-Stars auf den Basketball-Olymp zurückkehren.

"Unser ganzes Land erwartet das von uns. Das ist unsere Mission", meint Superstar LeBron James von den Cleveland Cavaliers.

"Ich hasse Bronze"

Bis zur Goldmedaille 2000 in Sydney hatten die NBA-Profis dominiert.

Der Einbruch folgte 2002 mit Platz sechs bei der WM in Indianapolis.

Danach gab es zweimal Bronze bei Olympia 2004 in Athen und der WM 2006 in Japan.

"Ich hasse Bronze. Es war peinlich, das Ding um den Hals gehängt zu bekommen. Die Erinnerung daran sitzt noch in unseren Köpfen", sagte Carmelo Anthony von den Denver Nuggets.

Sieben souveräne Siege

Das soll in Peking korrigiert werden. Und wohl niemand glaubt nach sieben souveränen Siegen in China auch nur annähernd an einen Ausrutscher im Finale.

"Ein Teil dieser Mannschaft zu sein, die unser Land rehabilitiert, ist das Größte für mich", ließ James wissen, während NBA-"MVP" Bryant bei jeder Gelegenheit bestätigt, dass ihm Olympia-Gold mehr bedeute als ein NBA-Titel.

Erfolg gegen Spanien in der Vorrunde

"Es ist das wichtigste Spiel in meinem Leben", betonte Dwyane Wade von den Miami Heat.

"Wir wissen, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, aber wir sind bereit. Wir wollen erfolgreich beenden, was wir erfolgreich begonnen haben. Schließlich haben wir vier Jahre seit Athen darauf gewartet."

Wade und Co. werden die Spanier sicherlich nicht unterschätzen, sich nicht von dem 119:82 in der Vorrunde blenden lassen.

"Nur eine kleine Chance"

"Da haben wir einen erschreckend schlechten Job gemacht. Und ich bin sicher, dass sowas nicht mehr passieren wird", erklärte Coach Aito Garcia vor der Neuauflage des Endspiels der Sommerspiele 1984 in Los Angeles, das die damaligen Gastgeber für sich entschieden.

"Ich weiß, wir werden nur eine kleine Chance haben, aber wir haben eine", meinte der erst 17 Jahre alte spanische Aufbauspieler Ricky Rubio von Joventut Badalona.

Mit seiner jugendlichen Dynamik und der Erfahrung von Pau Gasol, Teamkollege von Bryant bei den Lakers, wollen die Iberer das Spiel so lange wie möglich offen halten.

"Lasse ich mir nicht nehmen"

Bryant freut sich auf das Duell mit Gasol. "Meine ganze Sommerplanung war darauf ausgerichtet, ihm die Goldmedaille zu entreißen", sagte Publikumsliebling Bryant.

Er würde seit dem 13. Lebensjahr von Olympia-Gold träumen, seit er das Dream Team um Michael Jordan 1992 in Barcelona vor dem Fernsehen erlebt habe.

"Und diese Medaille lasse ich mir nicht mehr nehmen", sagte Bryant.

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