Samba, Tiki Taka oder Kick and Rush
Von Florian Pertsch
München - Selbstverständlich gehört die große Bühne Olympia den Leichtathleten, den Schwimmern, den Turnern und allen anderen Sportlern, die sonst hinter König Fußball zurückstecken müssen.
Aber auch das olympische Fußballturnier kann mit einigen Juwelen und Routiniers aufwarten und verspricht ein wahrer Hingucker zu werden.
SPORT1 stellt die Favoriten des Turniers vor und zeigt, auf welche zukünftigen Jungstars zu achten ist (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan).
• Gruppe C: Brasilien
Die Mission Olympia-Gold dürfte 2012 nur über die brasilianische Selecao laufen, die der haushohe Favorit ist.
In Gruppe C droht den Samba-Kickern um Superstar Neymar wohl keine Gefahr, denn mit Ägypten, Weißrussland und Neuseeland ist die Gegenwehr äußerst überschaubar.
Zum Ausnahmetalent des FC Santos gesellen sich internationale Größen wie Verteidiger Marcelo von Real Madrid, der stürmende Kraftbolzen Hulk (FC Porto) und der erfahrene Thiago Silvo, der jüngst bei Paris Saint Germain unterschrieb.
"Die Erwartungen in der Heimat sind sehr groß. Wir haben noch nie olympisches Gold gewonnen und haben die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben", erklärt Neymar die Ausganslage.
Vervollständigt wird das Team von Trainer Mano Menezes von jungen Talenten, zum Beispiel Neymars Teamkollege Paulo Henrique Ganso, der bereits bei europäischen Top-Klubs auf den Wunschzetteln steht.
Wie gerechtfertigt die Favoritenrolle ist, bewiesen die Brasilianer im letzten Test vor dem Turnier, als sie Großbritannien mit 2:0 ( News) abfertigten.
• Gruppe D: Spanien
Dicht gefolgt wird das Team vom Zuckerhut von der erfolgreichsten Fußball-Nation der letzten Jahre.
Welt- und Europameister Spanien schickt ebenfalls eine schlagkräftige Truppe ins Medaillen-Rennen.
Besonderes Augenmerk gilt dabei auf Chelseas Juan Manuel Mata, der ein historisches Triple perfekt machen könnte ( Bericht).
Als Champions-League-Sieger sowie Europameister hat er sich bereits in einen illustren Kreis von zehn Fußballern gespielt, denen dieses Kunststück im selben Jahr gelang.
Die Goldmedaille würd ihm endgültig den Eintrag in die Geschichtsbücher sichern.
Unterstützt wird er bei der Mission von seinen Nationalmannschaftskollegen Jordi Alba (FC Barcelona) und Javi Martinez (Athletic Bilbao).
Auch die "Furia Roja light" trifft in der Gruppenphase mit Japan, Honduras und Marokko zunächst auf eher schwache Gegner.
• Gruppe A: Großbritannien
In Gruppe A gehen die Gastgeber ins Rennen. Dabei dürfen - anders als bei Länderspielen - Engländer, Schotten, Waliser und Nordiren gemeinsam auflaufen.
Der schottische Verband sprach sich zunächst gegen eine Teilnahme im Team aus, aus Angst die Eigenständigkeit auch bei FIFA und UEFA zu verlieren.
Angeführt von Trainer Stuart Pearce setzen die Briten auf ein erfahrenes Waliser-Duo und junge Talente aus der Premier League.
Der bekannteste Name ist natürlich Ryan Giggs. Der gefühlvolle Linksfuß geht stramm auf die 40 zu (Baujahr 1973) und wird von Liverpools Stürmer Craig Bellamy (33 Jahre) im Ältesten-Rat unterstützt.
Zwei englische Meister sind ebenfalls mit von der Partie. Manchester City stellt Adam Johnson und Micah Richards für das Turnier ab.
Die Gegner des Gastgebers dürften das Viertelfinale nicht gefährden, geht es in den ersten drei Spielen gegen Senegal, die Vereinigten Arabischen Emirate und Uruguay.
• Gruppe B: Mexiko
So klar die Gruppen A, C und D sind, so interessant wird es in der Gruppe B.
Mexiko gilt als leichter Favorit, doch auch Südkorea und die Schweiz spielen einen gepflegten Ball.
Gabun, dem vierten Team im Bunde, werden nur Außenseiterchancen zugesprochen.
Aus organisatorischen Gründen, finden nicht alle Spiele des Fußball-Turniers in London statt, doch für das Finale am 11. August ist natürlich Wembley-Stadion reserviert.
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