Die Olympia-Organisatoren haben sich bei Nordkorea für die Flaggen-Panne beim Frauen-Fußballspiel gegen Kolumbien in Glasgow (2:0) entschuldigt.
"Wir haben schlicht und einfach einen Fehler gemacht. Wir haben uns (beim Olympischen Komitee Nordkoreas, Anm. d.Red.) entschuldigt und Schritte unternommen, um sicherzugehen, dass das nicht wieder passiert", sagte Paul Deighton, Generalsekretär des Organisationskomitees LOCOG, "BBC Radio":
"Es war ein menschlicher Fehler. Ich kann versichern, dass es nicht wieder vorkommt."
Vor der Begegnung im Hampden Park am Mittwochabend waren auf den beiden Video-Wänden neben der nordkoreanischen Mannschaftsaufstellung und den Porträts der Spielerinnen Flaggen des verfeindeten Bruderstaats Südkorea gezeigt worden.
Die nordkoreanische Delegation protestierte und weigerte sich zu spielen, ehe das Problem nicht gelöst würde. Sogar über einen kompletten Rückzug von den Spielen wurde teamintern diskutiert. Mit einer Stunde Verspätung konnte das Spiel schließlich angepfiffen werden.
Nordkoreas Trainer Gun Sin Ui betonte, er glaube nicht an ein Versehen, sondern an eine geplante Aktion der Gastgeber.
"Wir waren wütend, weil unsere Spielerinnen präsentiert wurden, als seien sie Südkoreanerinnen. Das ist eine Sache, die uns sehr nahe geht. Der Sieg kann das nicht vergessen machen. Ich möchte betonen, dass das nicht geht. Wir hoffen, dass wir das in den nächsten Spielen nicht noch einmal erleben müssen", sagte er.
IOC-Präsident Jacques Rogge hat hingegen Mutmaßungen zurückgewiesen, die Flaggen-Panne sei politisch motiviert gewesen.
Bei dem "sehr unglücklichen Vorfall" habe es sich um einen "menschlichen Fehler ohne politische Note" gehandelt, sagte der Belgier am Donnerstag auf einer IOC-Sitzung auf eine entsprechende Anfrage des nordkoreanischen IOC-Mitglieds Ung Chang: "Ich versichere Ihnen, das wird nicht wieder vorkommen."

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