Die umstrittene Null-Tore-Taktik der japanischen Frauenfußball-Nationalmannschaft beim 0:0 im olympischen Turnier gegen Südafrika wird für den Weltmeister keine Folgen haben.
Sowohl der Weltverband FIFA als auch das Internationale Olympische Komitee IOC sehen keinen Ansatz für Ermittlungen. "Es gibt keine ausreichenden Hinweise, um ein Disziplinarverfahren zu eröffnen", teilte die FIFA mit.
Der japanische Trainer Norio Sasaki hatte nach der abschließenden Begegnung der Gruppe F am Mittwoch zugegeben, seine Spielerinnen angewiesen zu haben, gegen den Außenseiter kein Tor zu erzielen.
Japan belegt nach dem Unentschieden den zweiten Tabellenplatz und absolviert nun sein Viertelfinalspiel gegen Brasilien wie zuvor schon die Gruppenspiele in Cardiff.
Gegen Südafrika hatte der japanische Trainer zudem in der Startelf nur vier Stammspielerinnen aufgestellt. "Es tut mir leid, dass wir kein respektables Spiel abgeliefert haben. Aber es war meine Verantwortung. Es war wichtig für uns, nicht nach Glasgow umziehen zu müssen", sagte Sasaki.
"Es gibt keine Beweise, dass sich die Athleten auch an die Anweisungen des Trainers gehalten haben. Außerdem ist es Sache des Sportverbandes", sagte IOC-Sprecher Mark Adams: "Es ist ein anderer Fall als beim Badminton."
Am Mittwoch hatte der Badminton-Weltverband BWF acht Spielerinnen vom olympischen Turnier ausgeschlossen, weil sie versucht hatten, ihr letztes Gruppenspiel aus taktischen Gründen absichtlich zu verlieren.

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