Judith Arndt hat die olympische Bühne mit einem deutschen Rekord, allerdings ohne eine weitere Medaille verlassen. Die Olympiazweite im Zeitfahren auf der Straße kam zusammen mit Charlotte Becker (Datteln) und Lisa Brennauer (Kempten) in der 3000-m-Mannschaftverfolgung auf den achten Rang und wurde zudem Zeuge der Fortsetzung der Weltrekordshow im Londoner Velodrom.
Mit einer Fabel-Siegerzeit von 3:14,051 Minuten holte sich das britische Team mit Dani King, Laura Trott und Joanna Rowsell die Goldmedaille. Es war bereits die zehnte Bestmarke bei diesen Spielen.
"Wir sind sehr stolz auf den Rekord. Wir haben alles gegeben. Ich bin glücklich, dass alles vorbei ist", sagte Arndt.
Trotz der guten Leistung des BDR-Trios bestand zu den besten Mannschaften ein Klassenunterschied. Bei ihrer besten Zeit waren Arndt, Becker und Brennauer in 3:20,824 Minuten mehr als sechs Sekunden langsamer als die Olympiasieger, die für die Briten im fünften Bahnradwettbewerb schon das vierte Gold gewannen.
Nur Kristina Vogel und Miriam Welte im Teamsprint haben bisher die Phalanx durchbrochen.
Mit dem Start auf der Bahn hatte sich Arndt noch einmal einen großen Wunsch erfüllt. Die 36-Jährige aus Königs Wusterhausen hatte ihre Laufbahn auf dem Holzoval begonnen und 1996 in Atlanta in der Einzelverfolgung mit Bronze ihre erste olympische Medaille erkämpft. Nun schloss sich für die Zeitfahr-Weltmeisterin ein Kreis.
Unterdessen kam der Geraer Robert Förstemann noch einmal mit einem blauen Auge davon und hat die Chance auf eine Medaille im olympischen Sprint gewahrt.
Der 26-Jährige verlor in der Königsdisziplin zunächst überraschend im Achtelfinale gegen Nicholas Phillip aus Trinidad and Tobago, erreichte dann aber durch einen Sieg im Hoffnungslauf doch noch das Viertelfinale am Sonntagnachmittag. Am Donnerstag hatte er im Teamsprint Bronze gewonnen.

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