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Christian Schwarzer setzt sich gegen Südkorea am Kreis durch © getty

Deutschlands Handball-Weltmeister haben sich in Peking gegen Südkorea zum ersten Sieg beim olympischen Turnier gezittert.

Von Michael Schwartz

Peking/München - Das war ein hartes Stück Arbeit.

Deutschlands Handball-Weltmeister hat sich am Sonntag nach einer kämpferischen Glanzleistung in der Gruppe B 27:23 (10:13) des olympischen Turniers gegen Südkorea durchgesetzt.

Das Team von Bundestrainer Heiner Brand offenbarte jedoch über weite Strecken Schwächen in Abwehr wie Angriff.

Steigerung nach der Pause

Nach dem Wechsel aber steigerte sich die DHB-Auswahl mit einem starken Johannes Bitter zwischen den Pfosten und bog einen Drei-Tore-Rückstand in der Schlussphase um.

Wie Island (33:31 gegen Russland), der zweite Gegner des DHB-Teams am Dienstag, hat Deutschland damit die ersten Punkte auf dem Konto.

Ausgeglichener Beginn

Die DHB-Auswahl tat sich schwer mit der offensiven Deckung der Asiaten. Nach einer Viertelstunde stand es 8:8.

Beide Teams schenkten sich nichts, machten aber auch Fehler. Michael Kraus beendete eine torlose Phase von sechs Minuten und traf zum 9:8 (22.).

Bitter, in der Anfangsphase für Henning Fritz gekommen, konnte trotz toller Paraden nicht den 10:11-Rückstand durch Lee verhindern (27.).

Südkorea setzt sich ab

Cho erhöhte per Siebenmeter auf 12:10 für den Außenseiter, der wegen einer Hinausstellung gegen Christian Zeitz auch noch Überzahl hatte.

Der frühere Hamburger Kyung-Shin Yoon nutzte das aus (28.) - drei Tore Vorsprung für Südkorea zur Pause.

Anschluss hergestellt

Der Weltmeister war unter Druck. Bundestrainer Brand war gefordert. Er stellte sein Team in der Pause neu ein.

Das erwischte einen guten Start nach Wiederbeginn: Dominik Klein traf per Dreher, Bitter parierte den Siebenmeter von Yoon und Schwarzer vollendete vorne - 12:13, der Anschluss.

Die Begegnung entwickelte sich zum Schlagabtausch: Park traf zum 15:12, Holger Glandorf zum 14:15 (38.).

Jansen wendet das Blatt

Das DHB-Team kämpfte. Und traf. Pascal Hens' erstes Tor kurz nach überstandener Unterzahl ließ die deutschen Fans aufatmen - 17:17 (42.).

13 Minuten vor dem Ende traf Klein zum 18:18. Elf Minuten vor Schluss wendete Torsten Jansen per Siebenmeter endlich das Blatt - 20:19.

In Überzahl erhöhte Glandorf. Hens markierte das 22:20. Endlich trafen die Rückraum-Asse.

Kehrmann macht den Sack zu

Doch erst als Florian Kehrmann fünf Minuten vor dem Ende mit zwei Gegenstößen die deutschen Tore Nummer 25 und 26 machte, durften die Weltmeister aufatmen.

Heiner Brand ballte an der Seite die Faust. Die erste Hürde ist genommen. Doch es gibt noch viel Luft nach oben.

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