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Die Handballerinnen aus Norwegen holen sich den Olympiasieg gegen Russland © getty

Norwegens Handballerinnen dominieren nach dem Europameisterschafts-Titel auch in Peking. Gegen Russland gibt es einen klaren Final-Sieg.

Peking - Norwegens Handballerinnen haben mit einer Glanzleistung zum ersten Mal olympisches Gold gewonnen. Im Finale in Peking setzte sich der Europameister unerwartet deutlich 34:27 (18:13) gegen Weltmeister Russland durch.

Bei zuvor drei Olympia-Teilnahmen seit 1988 hatten die Norwegerinnen zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen. Für Russland war es nach den Olympiasiegen für die UdSSR 1976 und 1980 sowie Bronze 1988 und 1992 die insgesamt fünfte Olympia-Medaille.

Bronze hatte sich zuvor Südkorea durch ein 33:28 (13:15) im "kleinen Finale" über Ungarn gesichert. Die deutsche Mannschaft war in der Vorrunde gescheitert.

Deutliche Überlegenheit

Die Norwegerinnen strahlten und jubelten im National Indoor Stadium schon Minuten vor dem Abpfiff. Viel zu deutlich war die Überlegenheit, auf der anderen Seite schlichen die enttäuschten Russinnen mit Tränen in den Augen vom Feld.

Nach zuletzt drei Olympiasiegen in Folge durch das diesmal nicht qualifizierte Dänemark ging Gold damit erneut nach Nordeuropa.

Überragende Werferin bei Norwegen war Rückraumspielerin Linn-Kristin Riegelhuth mit neun Toren bei zehn Versuchen. Die frühere Kreisläuferin des deutschen Pokalsiegers HC Leipzig, Else Marthe Sörlie Lybekk, traf siebenmal.

Drittes Final-Match in Folge

Bei den Russinnen reichten auch sechs Tore der halbrechten Irina Blisnowa nicht. Zwischenzeitlich war der norwegische Vorsprung bis auf elf Tore angewachsen.

Das Finale von Peking war bereits das dritte Duell der beiden Mannschaften in einem Goldmatch nacheinander.

Bei der EM 2006 in Schweden hatte sich Norwegen durchgesetzt, bei der WM 2007 in Frankreich gewannen die Russinnen.

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