Frankreich hat dank eines überragenden Torhüters Thierry Omeyer das Finale des olympischen Handball-Turniers erreicht und greift nach dem Triumph von Peking 2008 erneut nach Gold.
Der Weltmeister setzte sich in einem lange Zeit hart umkämpften Halbfinale mit 25:22 (12:10) gegen Kroatien durch und trifft im Endspiel am Sonntag auf Schweden.
Die Skandinavier hatten zuvor Ungarn mit 27:26 (15:12) bezwungen.
Keeper Omeyer vom Champions-League-Sieger THW Kiel avancierte vor 12.000 Zuschauern in der Basketball-Arena in London zum Matchwinner.
Bereits nach der ersten Halbzeit hatte der ehemalige Welttorhüter 13 Paraden auf seinem Konto und wurde von den französischen Fans mit Sprechchören gefeiert.
Immer wieder scheiterten die Kroaten um die Bundesliga-Stars Blazenko Lackovic und Igor Vori vom HSV Hamburg am Schlussmann des deutschen Meisters.
Beste Torschützen der Franzosen waren der Kieler Daniel Narcisse, Samuel Honrubia und Luc Abalo mit je vier Treffern. Bei den Kroaten, die bei den Spielen 1996 in Atlanta und 2004 in Athen Gold geholt hatten, traf Zlatko Horvat (6) am häufigsten.
Schweden steht seit zwölf Jahren wieder im Finale des olympischen Turniers.
Der Rekord-Europameister setzte sich in einem zwar nicht immer hochklassigen, aber bis zum Ende spannenden Halbfinale gegen Ungarn durch.
Die Skandinavier, die im Viertelfinale den Europameister Dänemark ausgeschaltet hatten, stehen damit zum vierten Mal nach 1992, 1996 und 2000 in einem Endspiel. Olympiasieger wurden sie noch nie.
"Ich bin sprachlos. Ich kann noch gar nicht begreifen, was hier passiert ist. Eigentlich war das Viertelfinale unser Ziel. Jetzt haben wir auch im Finale eine Chance", sagte der schwedische Trainer Staffan Olsson.
Bester Torschütze seiner Mannschaft, die sich zuletzt zweimal nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert hatten, war Rechtsaußen Niclas Ekberg mit sechs Treffern. Für Ungarn traf Gabor Csaszar (8) am häufigsten.

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