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Lisa Hahn (M.) spielt in der Bundesliga für den UHC Hamburg © getty

Deutschland legt gegen die USA furios los, gibt den Erfolg aber fast aus der Hand. Torhüterin Frank rettet, Australien wartet.

London - Kapitän Fanny Rinne hat die deutschen Hockey-Damen auf Kurs gebracht:

Mit einem 2:1 (2:0) gegen die USA gelang der Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) der erhoffte Sieg zum Auftakt des olympischen Turniers - überzeugend war er allerdings nicht.

Rinne mit einer verwandelten Strafecke schon nach acht Minuten sowie Lisa Hahn (21.) sorgten vor der Pause für eine zunächst beruhigende Führung.

Nach dem Anschlusstreffer durch Lauren Crandall (56.) geriet der Erfolg in der Schlussphase aber noch einmal in Gefahr. (592315DIASHOW: Die Bilder des Tages)

Nächster Gegner der deutschen Damen ist am Dienstag (ab 22.15 Uhr im LIVE-TICKER) Australien, das zum Auftakt 0:1 gegen Neuseeland verloren hatte. Erster Tabellenführer der Gruppe B ist Weltmeister Argentinien nach einem 7:1 (5:1)-Kantersieg gegen Südafrika. (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan)

Starker Start des DHB-Teams

Das Team von Bundestrainer Michael Behrmann hatte die Euphorie der Eröffnungsfeier, bei der Rekordnationalspielerin Natascha Keller die deutsche Fahne getragen hatte, mit ins erste Turnierspiel gebracht. (SERVICE: Der Medaillenspiegel)

Schon nach vier Minuten verpasste Jennifer Plass nur knapp einen schönen Pass von Julia Müller, drei Minuten später gab es die erste Strafecke, bei der Hahn nach einer schönen Kombination noch scheiterte.

Allerdings gab es direkt im Anschluss die zweite Ecke, die Rinne mit einem perfekten Schlenzer in den linken Torwinkel zur Führung nutzte.

Greipel unter den Fans

In der 21. Minute war dann Hahn der Endpunkt eines perfekt gespielten Konters der deutschen Mannschaft. Über Rinne und Janne Müller-Wieland kam der Ball zu Hahn, die mit der Rückhand in den rechten Winkel traf.

Die deutschen Fans unter den rund 8000 Zuschauern, unter ihnen auch Radfahrer Andre Greipel, waren entzückt.

Frank rettet den Sieg

Nach dem Seitenwechsel hatten die deutschen Damen allerdings ihre Leichtigkeit der ersten 35 Minuten verloren. Sie ließen sich von den Amerikanerinnen, vor deren Laufstärke und Kampfkraft Behrmann schon vor der Partie gewarnt hatte, viel zu sehr in die eigene Hälfte drängen.

Mehrfach musste Torfrau Yvonne Frank eingreifen. Sie bewahrte ihr Team mit zahlreichen guten Paraden zunächst vor einem Gegentreffer.

In der 56. Minute war allerdings auch die Oberkommissarin aus Hamburg machtlos. Nach der vierten Ecke des US-Teams wurde der Ball von Lisa Hillmann unglücklich abgefälscht, Crandall musste freistehend knapp vor der Torlinie dem Ball nur noch den entscheidenden letzten Stoß geben.

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