Rekordnationalspielerin Natascha Keller hat sich nach ihrem großen Auftritt als deutsche Fahnenträgerin bei der Olympia-Eröffnungsfeier erstmals zur großen Aufregung um einen gefälschten Twitter-Eintrag geäußert.
"Das war überhaupt nicht schön, weil ich für Sachen beschuldigt wurde, die ich überhaupt nicht gesagt habe", sagte Keller im ZDF-Olympiastudio: "Das hat sich jetzt glücklicherweise aufgeklärt."
Nachdem in Griechenland der falsche Twitter-Eintrag, in dem Griechen beleidigt wurden, durchs Internet gegangen war, hatte es in Kellers Social-Media-Kanälen einen Sturm der Entrüstung und wüste Beschimpfungen gegeben.
"Ein Journalist hat sich einen Spaß erlaubt", sagte Keller: "Das ist in Griechenland falsch angekommen und hat Wellen geschlagen, womit ich überhaupt nicht rechnen konnte, in was für einer Rolle man plötzlich ist."
Um die Berlinerin zu schützen, waren ihr Twitter-Account, ihre Homepage und ihr Facebook-Profil vom Netz genommen worden, ebenso wurde der Kommentarbereich in ihrem Athletenprofil auf der Webseite der deutschen Olympiamannschaft geschlossen.
Während der Eröffnungsfeier hatte Natascha Keller, die beim Olympiasieg 2004 den größten Erfolg ihrer Karriere in Athen gefeiert hatte, sogar ein Foto mit dem griechischen Fahnenträger, dem Taekwondo-Kämpfer Alexandros Nikolaidis, gemacht. "Vielleicht sorge ich jetzt ja für die deutsch-griechische Freundschaft, die Stimmung ist super gewesen", sagte sie.

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