Die deutsche Fahnenträgerin Natascha Keller beendet mit dem Spiel um Platz sieben bei den Olympischen Spielen in London am Mittwoch definitiv ihre einzigartige Karriere in der Hockey-Nationalmannschaft.
"Das habe ich schon im Vorfeld der Spiele gesagt, und daran hat sich auch nichts geändert", sagte die Rekord-Nationalspielerin am Dienstag:
"Natürlich hätte ich mir einen schöneren Abschied gewünscht, aber im Sport kann man sich das ja nicht aussuchen."
Für ihr 425. Länderspiel wünscht sich Keller (35), die ihren größten Erfolg 2004 mit dem Olympiasieg in Athen gefeiert hatte, einen Sieg gegen Südkorea und vielleicht auch noch ihr 210. Tor.
"Ich will es noch einmal genießen und dann am liebsten mit einem lachenden und einem weinenden Auge vom Platz gehen", sagte Keller.
Bei den Spielen in London hatte sie ihre Karriere noch einmal mit einer weiteren Medaille abrunden wollen. Nach dem Verpassen des Halbfinales bleibt die Eröffnungsfeier für sie die schönste Erinnerung an ihren fünften Olympia-Auftritt.
Dort hatte sie die deutsche Olympia-Mannschaft als Fahnenträgerin angeführt, womit der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nicht nur ihre Leistung, sondern auch die ihrer Familie ehrte.
Auch ihr Vater Carsten (1972) und ihre Brüder Andreas (1992) und Florian (2008) hatten bei Olympia Gold gewonnen, Silber holten ihr Opa Erwin (1936) und noch zweimal ihr Bruder Andreas (1984 und 1988).

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