vergrößernverkleinern
Silke Spiegelburg ist im Finale im Stabhochsprung © getty

Nadine Kleinert erledigt die Kugelstoß-Qualifikation im Schnelldurchgang. Auch Robert Harting gibt sich zuversichtlich.

Peking - Andre Höhne war ein Jahr nach dem Hitzekollaps von Osaka chancenlos im 20-km-Gehen.

Dafür traten am zweiten Leichtathletik-Tag von Peking zwei andere deutsche Medaillenhoffnungen in den Ring:

Nadine Kleinert machte vier Jahre nach dem Silber von Athen deutlich, dass sie im Kugelstoßen erneut ein Wort mitspricht. Und der WM-Zweite Robert Harting gab sich nach der Diskus-Qualifikation zuversichtlich:

"Eine Medaille ist am Dienstag drin."

"Das war unglaublich"

Andre Höhne (SCC Berlin) landete mit über vier Minuten Rückstand zu Olympiasieger Walerij Bortschin nur auf Rang 25.

Der erst 21 Jahre alte Russe siegte in 1:19:01 Stunden vor Atlanta-Olympiasieger Jefferson Perez (Ecuador/1:19:05) und dem Australier Jared Tallent (1:19:52).

"Ich bin ähnlich schnell unterwegs gewesen wie im letzten Jahr bei der WM, aber was die vor mir veranstaltet haben, war einfach unglaublich", sagte der von der Konkurrenz beeindruckte Höhne.

2007 war er bei der WM kurz vor dem Ziel auf Rang vier liegend mit einem Kreislaufkollaps zusammengebrochen. Ob er am Freitag noch die 50 km bestreitet, ließ Höhne offen.

Warten auf die Anderen

Robert Harting erzielte am frühen Morgen 64,19 m und musste noch gut eine Stunde warten, bis klar war, dass er zu den zwölf Besten beider Qualifikationsgruppen gehörte.

"Ich war müde und lahm. Kein Wunder, denn ich habe eine Woche nicht geworfen, weil das Training am Donnerstag dem Regen zum Opfer fiel", meinte der Berliner, der am Ende als Achter ins Finale einzog.

Fazekas weiter

Dieses verpasste der Irani Ehsan Hadadi, der in diesem Jahr zweimal 69 m geworfen und alle Olympiafavoriten geschlagen hatte, mit schwachen 61,34 m.

Dagegen reichten Robert Fazekas 62,64 m fürs Weiterkommen.

Der Ungar war 2004 in Athen als Olympiasieger wegen Manipulation der Dopingprobe disqualifiziert und zwei Jahre gesperrt worden.

Kleinert stark

Nadine Kleinert (Magdeburg) qualifizierte sich gleich im ersten Versuch mit 18,52 m für das Finale, Christina Schwanitz (Neckarsulm) machte es spannend und erzielte mit dem letzten Stoß von 19,09 m die fünftbeste Weite von allen. "Nadine wird vorne mitmischen. Und ich wünsche mir Rang acht", meinte Schwanitz.

Beste in der Qualifikation war Neuseelands Weltmeisterin Valerie Vili mit 19,73 m. Überraschend ausgeschieden ist Kubas Athen-Olympiasiegerin Yumileidi Cumba, die in Athen vor Kleinert gesiegt hatte.

Spiegelburg weiter

Um neun Zentimeter scheiterte als 16. die Wattenscheiderin Denise Hinrichs mit 18,36 m. Im Stabhochsprung erhöhte Anastasia Reiberger (Ludwigshafen/4,40) die Zahl der deutschen Erstrundenausfälle auf vier.

Weiter kamen dagegen wie Russlands Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (4,60) Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Carolin Hingst (Mainz) mit je 4,50 m.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel